1. kreisbote-de
  2. Lokales
  3. Fürstenfeldbruck

Erweiterung der Energiezentrale im Germeringer Norden

Erstellt:

Von: Claudia Becker

Kommentare

Erweiterung der Energiezentrale im Germeringer Norden
Begutachteten die neuen Pufferspeicher des Blockheizkraftwerkes (von links): Oberbürgermeister Andreas Haas, Johannes Meyer und Roland Schmid von den Stadtwerken und Werkreferent Christian Ganslmeier. © Becker

Germering – Bereits seit 2014 gibt es die Energiezentrale im Germeringer Norden. Ausgelegt ist sie auf eine Komplettbesiedelung des Gewerbegebietes und da dies aktuell noch nicht der Fall ist, wurden nun vier Pufferspeicher aufgebaut, die noch in diesem Jahr in Betrieb gehen sollen, wie Roland Schmid und Johannes Meyer von den Stadtwerken berichten.

Die Stadt Germering hatte vor einigen Jahren beschlossen, die CO2-Emissionen im Stadtgebiet zu reduzieren. Dazu wurde im Germeringer Norden ein Fernwärmenetz verlegt, das aus regenerativen Energien gespeist werden soll.

Zentrales Bauteil dieser Energiezentrale ist das Blockheizkraftwerk, das mit Biomethan beheizt wird. Der 12-Zylinder-Gasmotor mit 530 kW elektrischer Leistung ist eine optimierte Maschine, die im besten Fall ohne Unterbrechungen durchlaufen soll – was jedoch aktuell nicht möglich sei, erklären Schmid und Meyer weiter, da die Auslastung nicht ausreiche. Das Gewerbegebiet sei momentan nur zu Dreivierteln besiedelt. Dadurch fehle die ursprünglich in der Berechnung angesetzte Wärmeabnahme, was zu Laufzeitunterbrechungen führt.

So sieht es im Innern der Energiezentrale aus.
So sieht es im Innern der Energiezentrale aus. © Becker

Da ein häufiges Abschalten der Anlage schlecht sei, habe man sich nun für vier 7,8 Meter hohe Pufferspeicher entschieden, die jeweils ein Volumen von 32,5 Kubikmeter fassen. Diese Maßnahme kostete die Stadtwerke rund 330.000 Euro.

Auch eine zweite Maschine könnte in der Energiezentrale gegenüber des Hagebaumarktes noch aufgestellt werden, sagt Oberbürgermeister Andreas Haas, der gemeinsam mit dem Werkreferenten Christian Ganslmeier vor Ort ist und die neuen Pufferspeicher begutachtet. „Aktuell sind wir noch nicht in den schwarzen Zahl“, sagt Schmid. Die Anlage sei aber auf 20 Jahre ausgelegt und es werde aktuell noch untersucht, ob man das nahe Wohngebiet in der Münchner Straße an das Netz anschließen könne.

Becker

Auch interessant

Kommentare