Wegen Petition aus Fürstenfeldbruck: Thema im Landtags-Ausschuss

Landtag: Viergleisiger S-Bahn Ausbau wird erneut geprüft

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Derzeit ist nur ein dreigleisiger Ausbau für die S4 geplant, viele Parteien setzen sich jedoch für einen viergleisigen Ausbau ein.

Der Ausschuss für Wohnen Bau und Verkehr im Landtag hatte vergangene Woche über die Petition aus Fürstenfeldbruck entschieden. Sie forderte erneut Planungen eines viergleisigen Ausbaus der S-Bahnlinie S4 neu zu bewerten. CSU, FW und Grüne begrüßten die Petition. Entschieden wurde im Landtag jedoch noch nichts. Allerdings forderte der Ausschuss neue Informationen an, was die Fürstenfeldbrucker CSU als Teilerfolg anerkennt.

Landkreis - Die Stimmkreisabgeordneten Alex Dorow und Benjamin Miskowitsch (beide CSU) unterstützten die Petition aus der Kreisstadt und begrüßen damit das Votum des Verkehrsausschusses. „Der Bedarf für einen viergleisigen Ausbau ist klar gegeben. Die Pendler spüren dies jeden Tag“, sagt etwa MdL Dorow. „Zusätzlich rund 400.000 Einwohner bis zum Jahr 2035 prognostiziert das Bayerische Landesamt für Statistik für die Region München. Auch deshalb muss die S4 dringend ausgebaut werden“, fordert auch Miskowitsch und ergänzt: „Vor dem Hintergrund der Elektrifizierung der Strecke ab Geltendorf Richtung Lindau und der Schweiz ist wahrscheinlich, dass das Verkehrsaufkommen die bisherigen Prognosen deutlich übersteigen wird“. 

Viergleisiger Ausbau als erster Schritt

Auf dem Teilstück werde dann künftig noch mehr Güterverkehr, Personenfern und -nahverkehr abgewickelt werden – zum Nachteil der S-Bahn, die dann noch häufiger warten müsse. Deshalb, so fordert Miskowitsch, müsse auch beim Umbau des Bahnhofs Puchheim die Viergleisigkeit berücksichtigt werden. Die bisherigen Planungen verfolgen lediglich einen dreigleisigen Ausbau der Strecke. Eine komplette Neuplanung würde deshalb zu Verzögerungen führen. Eine weitere Herausforderung sind die Verhandlungen mit Grundstückseigentümern, da für den viergleisigen Ausbau Privatgrund benötigt wird. „Es wäre sinnvoll, die bisherige Planung weiter zu verfolgen, da diese bereits zeitnah umgesetzt werden kann und bereits 2021 mit dem Planfeststellungsverfahren gerechnet werden kann. Dies allerdings nur als ersten Schritt und für eine zügige Verbesserung“, sagt Dorow. „Die Kreisstadt Fürstenfeldbruck braucht dringend eine konkrete Ausbauperspektive. Insbesondere auch vor dem Hintergrund der bevorstehenden Konversion des Fliegerhorstgeländes, da dies noch weiteren Bedarf generieren wird“, führt Dorow fort. „Für eine sachgerechte Bewertung des Vorhabens braucht es eine aktuelle Kosten-Nutzen-Analyse, um von einem dreigleisigen doch noch zu einem viergleisigen Ausbau bis Fürstenfeldbruck zu kommen“, sagt CSU-Ortsvorsitzender Andreas Lohde. 

red

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