Tür zur Villa Amperschlößl geöffnet - Grafrather Künstlerehepaar veranstaltete musischen Tag in Höfen

Annerose und Friedrich Korn im großen Garten des ‚Amperschlößl’ in Höfen/Grafrath mit „Die Sitzende“ (geerdet sein) aus Kunststoff, aufgebaut in Gips, von A. Korn. Foto: Günter Schäftlein

Für einen Tag konnten Kunstfreunde den Garten und das großzügige Haus im Kirchweg 23, am Steilhang zur Amper gelegen, mit seinem künstlerischen Inventar kennenlernen. Christel Hiltmann, Mitinitiatorin zu „750 Jahre Wildenroth“, hatte die Besitzer Friedrich und Annerose Korn für diese Öffnung zum Jubiläumsjahr gewinnen können.

Für den in Wildenroth aufgewachsenen Friedrich Korn ist die Villa ‚Amperschlößl’ seit 2004 eine Rückkehr in seine Jugendzeit (1940-62). Das vom Architekten Martin Dülfer, einem Wegbereiter der deutschen Jugendstilarchitektur, zusammen mit der Villa Kalb in Marthashofen entworfene Gebäude wurde vom Münchner Bauunternehmer Josef Kalb kongenial verwirklicht. Haus und Garten zeigten jetzt zum ‚Tag der offenen Tür’ die phantastischen Präsentationsmöglichkeiten für das Kunst schaffende Ehepaar Korn: Für Plastiken und Objekte in unterschiedlichsten Materialien, für Webarbeiten, Ölbilder, Zeichnungen, Fotografien. Auch von befreundeten weiteren Künstlern und Sohn Michael. Friedrich Korn: „Eigentlich ist es hier ja ein paar Nummern zu groß für unsere eher bescheidenen und biologisch ausgerichteten Lebensbedürfnisse an unserem normalen Wohnsitz im Allgäu … Aber, wir konnten einfach nicht nein sagen, als es die Möglichkeit gab, dieses bewohnbare Juwel hier zu erwerben.“ Allein der Gang durch den Garten öffnet den Blick für die Lust, Kunst zu schaffen. Egal, ob es sich dabei um Figuren aus schwedischem Granit, um Kunststoff aufgebaut in Gips, um ein Bronze-Schaf „Lady Frika“ oder ein Paar aus Ulmen-Holz handelt. In den zum Hinsetzen einladenden Räumen und Treppenaufgängen stößt man auf thematisch verschiedene Mischtechniken in 3 Ebenen oder anrührende Webarbeiten sowie Skizzen von Annerose Korn, aber auch auf ihre Keramiken. Von Friedrich Korn werden Bilder in Öl auf Leinwand oder Holz sichtbar. Zu den gedruckten, richtungsweisenden Aussagen beider Künstler gehören „Mit meinen künstlerischen Arbeiten gehe ich auf Probleme ein, die die Geheimnisse des Lebens betreffen: Entstehen, Leben, Vergehen.“ (Friedrich Korn) Und: „Das Leben gibt die Themen vor … Lieben ist das, wonach wir uns ein Leben lang sehnen. Liebe ist lebensnotwendig.“ (Annerose Korn) Musikalisch wurde das Kennenlernen des ‚Amperschlößl’ umrahmt von dem jungen Tim Hertel auf der Gitarre, von Sandra Eichler (E-Piano) als Begleitung für drei Violinen, gespielt von Claudia Walhöfer mit ihren Töchtern Marlene und Veronika. Eröffnet wurde die Begleitmusik zum musischen Nachmittag von der Konzertharfenistin Konstanze Kraus, die das fehlende Notenmaterial für ihr Instrument aus der Zeit vor 750 Jahren bedauert: „Als Solo-Instrument wurde die Harfe damals nicht gebraucht, sondern nur für Tanzlieder in Verbindung mit Dudelsack, Drehleier und Krummhorn …“ (geerdet sein) aus Kunststoff, aufgebaut in Gips, von A. Korn

Meistgelesen

Menschenkette gegen Fremdenhass
Menschenkette gegen Fremdenhass
Pre-Opening im Skyline Park: Dieses Wochenende!
Pre-Opening im Skyline Park: Dieses Wochenende!
Schüler präsentieren ihre Projekte
Schüler präsentieren ihre Projekte
Starkbierfest im Zeichen der Wahl
Starkbierfest im Zeichen der Wahl

Kommentare