"Schule ohne Rassismus": Viscardi-Gymnasium enthüllt Plakette

Schüler mit Courage

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Enthüllten feierlich die Plakette mit den Schriftzügen „Schule ohne Rassismus“ und „Schule mit Courage“ (von links): Schulleiter Walter Zellmeier, Schülersprecherin Lena Sabokat, stellvertretende Landrätin Martina Drechsler und OB Erich Raff.

Obwohl fast auf den Tag zwei Jahre im Besitz des Viscardi-Gymnasiums, wurde die Plakette „Schule ohne Rassismus“ auf Wunsch der Schülermitverwaltung (SMV) bisher noch nicht der Öffentlichkeit prä- sentiert. Das sollte sich am 27. Juni ändern. An diesem Tag enthüllten Schulleiter Walter Zellmeier und Schülersprecherin Lena Sabokat offiziell das Abzeichen gegen Fremdenhass und Ausländerfeindlichkeit vor über 1.000 Schülern unter Anwesenheit von Oberbürgermeister Erich Raff und der stellvertretenden Landrätin Martina Drechsler

Fürstenfeldbruck - Der Andrang vor dem Schulgebäude ist groß. Immer mehr Schüler versammeln sich vor einem provisorischen Absperrband, um einen möglichst guten Blick auf das zu erhaschen, was dort in wenigen Minuten enthüllt werden soll. Dort am unteren, rechten Eck, über dem Eingang hängt sie nun, die Plakette, die zeigen soll: das ViscardiGymnasium ist offiziell eine Schule ohne Rassismus. Dabei war sie das schon – nur nicht für jeden sofort erkennbar, ohne die Plakette. Bereits seit Juni 2017 darf sich das Viscardi-Gymnasium Schule ohne Rassismus nennen, nachdem die dafür gegebenen Anforderungen erfüllt wurden. „Die Schüler der SMV im Schuljahr 2016/17 wollten etwas gegen Fremdenhass und Ausländerfeindlichkeit unternehmen“, erklärt Projektleiter Tom Loeffl, Lehrkraft für Sport und Religionslehre. 

Schüler wollten sich gegen Rassismus einsetzen 

Zusammen mit Lehrkräften verschaffte man dem Thema in kurzer Zeit eine zentrale Rolle im Schulprofil, dessen Ergebnis im Titel „Schule ohne Rassismus“ mündete. Hier wurde auch die Plakette übergeben. Doch anstatt das Abzeichen anzubringen, wollte die damalige SMV warten und stattdessen noch mehr gegen Rassismus tun. „Wir bieten seit drei Jahren verschiedene Projekte in allen Jahrgangsstufen an“, erklärt Loeffl. So lernen zum Beispiel alle Schüler der neunten Klasse unter anderem bei einem Kurs in Zusammenarbeit mit der Polizei, was Zivilcourage heißt. Weiter erarbeiten sich die Schüler in den Klassen fremde Kulturen und lauschen Vorträgen von Aussteigern aus der rechtsextremen Szene wie Felix Benneckenstein.

Persönliche Ich-Botschaften und Bändchen für Zusammenhalt

„Die Idee war, dass wir auf der einer Seite die Plakette hatten, aber auf der anderen gleichzeitig daran erinnert werden, dass wir noch mehr tun möchten“, sagte Loeffl. Oberbürgermeister Erich Raff zeigt sich bei der Enthüllung erfreut über diese Auszeichnung und sagte: „Ab heute wird diese Plakette zeigen, dass an dieser Schule mit Courage aber ohne Rassismus gelebt wird.“ In einem durchsichtigen Globus sammelte die SMV im Vorfeld Karten, die eine persönliche Ich-Botschaft gegen Rassismus enthalten und von jedem Schüler mit seinem Fingerabdruck unterschrieben wurde. „Aus den Botschaften gestalten wir ein Mosaik, das dann im Schulhaus aufgehangen wird“, erklärt Schülersprecherin Lena Sabokat. Für die Schüler wurden weiter rund 3.000 Bändchen mit positiven Sprüchen, wie Vielfalt, ausgegeben. Hamann

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