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Vize-Ländrätin, Bundestagsabgeordneter und Generalkonsul besuchen Eichenauer Flüchtlingsunterkunft

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Von: Hans Kürzl

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Eichenau – Die Sehnsucht wieder in die Heimat zurückzukehren ist groß bei den ukrainischen Flüchtlingen. Spürbar wurde das beim Besuch des ukrainischen Generalkonsuls Yuriy Yarmilko, des Bundestagsabgeordneten Stephan Thomae (FDP) und von Vize-Landrätin Martina Drechsler (CSU) in Eichenau. Dort informierten sie sich über die Situation der in der Budriohalle untergebrachten Flüchtlinge. 

Die ukrainischen Flüchtlinge nutzten den Besuch des Generalkonsuls, um ihre Sorgen zu schildern.
1 / 11Die ukrainischen Flüchtlinge nutzten den Besuch des Generalkonsuls, um ihre Sorgen zu schildern. © Kürzl
Die ukrainischen Flüchtlinge nutzten den Besuch des Generalkonsuls, um ihre Sorgen zu schildern.
2 / 11Die ukrainischen Flüchtlinge nutzten den Besuch des Generalkonsuls, um ihre Sorgen zu schildern. © Kürzl
Die ukrainischen Flüchtlinge nutzten den Besuch des Generalkonsuls, um ihre Sorgen zu schildern.
3 / 11Die ukrainischen Flüchtlinge nutzten den Besuch des Generalkonsuls, um ihre Sorgen zu schildern. © Kürzl
Die ukrainischen Flüchtlinge nutzten den Besuch des Generalkonsuls, um ihre Sorgen zu schildern.
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Die ukrainischen Flüchtlinge nutzten den Besuch des Generalkonsuls, um ihre Sorgen zu schildern.
5 / 11Die ukrainischen Flüchtlinge nutzten den Besuch des Generalkonsuls, um ihre Sorgen zu schildern. © Kürzl
Die ukrainischen Flüchtlinge nutzten den Besuch des Generalkonsuls, um ihre Sorgen zu schildern.
6 / 11Die ukrainischen Flüchtlinge nutzten den Besuch des Generalkonsuls, um ihre Sorgen zu schildern. © Kürzl
Die ukrainischen Flüchtlinge nutzten den Besuch des Generalkonsuls, um ihre Sorgen zu schildern.
7 / 11Die ukrainischen Flüchtlinge nutzten den Besuch des Generalkonsuls, um ihre Sorgen zu schildern. © Kürzl
Die ukrainischen Flüchtlinge nutzten den Besuch des Generalkonsuls, um ihre Sorgen zu schildern.
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Die ukrainischen Flüchtlinge nutzten den Besuch des Generalkonsuls, um ihre Sorgen zu schildern.
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Die ukrainischen Flüchtlinge nutzten den Besuch des Generalkonsuls, um ihre Sorgen zu schildern.
10 / 11Die ukrainischen Flüchtlinge nutzten den Besuch des Generalkonsuls, um ihre Sorgen zu schildern. © Kürzl
Die ukrainischen Flüchtlinge nutzten den Besuch des Generalkonsuls, um ihre Sorgen zu schildern.
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Iryna Jesikova fühlt sich wohl in Eichenau, bei den Menschen hier. Auch weil sie aus Wischgorod kommt und so Bezug zu der Gemeinde hat. Doch als sie der FDP-Bundestagsabgeordnete Thomae fragt, wie viele denn dauerhaft in Deutschland bleiben möchten, wird die Mutter eines einjährigen Kindes für einige Augenblicke ein wenig traurig: „Von uns wollen fast alle heim. Wir haben mit der Flucht ein Stück von unserem Leben abgegeben.“

Doch so stark die Sehnsucht ist, in die Heimat zurückzukehren, so groß ist die Angst vor russischen Bomben. Und so gibt es für die junge Mutter keine Wahl. „Zurück gehe ich erst wieder, wenn Frieden ist. Ich will in meiner Heimat ruhig schlafen können.“

Alltägliche Probleme plagen die Flüchtlinge

Die in der Budriohalle untergebrachten Flüchtlinge plagen zudem noch ganz alltägliche Probleme. Wo finde ich einen Dolmetscher? Und vor allem: Wie lange muss ich noch in der Budriohalle bleiben? Als Eichenaus Bürgermeister Peter Münster (FDP) die Situation schildert, herrscht aufgeregtes Gemurmel unter den ukrainischen Frauen. Eine ruft: „Was? Noch zwei, drei Monate?“ Die anderen nicken mit dem Kopf. Es ist klar: Das gefällt keinem, dass man so lange im Notquartier bleiben muss.

Anfang Juni, so kündigt Münster an, werde es wieder Gespräche mit dem Landratsamt geben. Die Behörde arbeitet an Alternativen zur Turnhalle für Flüchtlinge. Doch wann Container bereitstehen, kann auch Eichenaus Bürgermeister nicht sagen – außer: „In einigen Wochen.“ Baugenehmigung und Lieferfristen ließen alles ins Ungewisse gehen.

Feldbett: auf Dauer nicht das Wahre

Die meisten der in der Budriohalle Untergebrachten sind durchaus dankbar, dass sie den Schrecken des Krieges entronnen sind. Doch sie erklären auch: „Feldbett, auf Dauer nicht das Wahre“. So etwas wie Privatsphäre gibt es zwar, seitdem die Trennwände eingezogen sind. Auch eine Art Sozialtrakt ist geschaffen worden, wo Unterricht gehalten oder ein Gespräch mit einem Asylhelfer geführt werden kann. Doch Kleidung liegt über den Betten, Schuhe scheinen griffbereit. Nach Daueraufenthalt sieht das nicht aus.

Zumal die Erwartungshaltung bei einigen Flüchtlingen groß ist. „Manche meinen, ein Dolmetscher sollte fast rund um die Uhr zur Verfügung stehen“, sagt Vize-Bürgermeister Sepp Spiess. An dieser Stelle lobte der ukrainische Generalkonsul Yarmilko den Einsatz der Ehrenamtlichen. „Das Gefühl, Unterstützung zu bekommen, hilft jedem Einzelnen.“ Diese Hilfe beinhaltet sogar, dass über das Landratsamt demnächst zwei Betten organisiert werden – für Frauen mit gesundheitlichen Problemen.

Wann die Hallenproblematik an sich gelöst ist, kann die Landratsamtvertreterin Dorothee Isenberg nicht genau sagen. Nur eine klare Auskunft gibt es: Schulturnhallen müssen spätestens bis zum Ende der Sommerferien wieder für den Unterricht frei sein. „Für alles andere brauchen wir einen Wahrsager“, so Isenberg. Man müsse die weitere Entwicklung im Ukrainekrieg abwarten.

Hans Kürzl

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