Nach verlängerter Winterpause

Schaulaufen der Pelikane: Vogelpark eröffnet erfolgreich nach Pause

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Olchings – Mit großen Augen beäugt der kleine Simon den vor ihm imposant umher stolzierenden Diamantfasan, der sich stolz in seinem großzügigen Gehege präsentiert.

Sein prächtiges Federkleid glänzt in der Sonne. Doch plötzlich verschwindet der Fasan in den hinteren Teil des Geheges und damit auch aus Simons Blickfeld. Schnell hebt sein Papa den kleinen Mann in die Luft und schon kann Simon wieder ungestört den eleganten Vogel beobachten. Nun geht es aber weiter, denn gemeinsam mit Bruder Felix wollen die zwei Geschwister noch viele weitere heimische und exotische Vögel entdecken. An dieser Artenvielfalt können sich seit dem vergangenen Samstag endlich wieder große und kleine Vogelkundler erfreuen, denn der Vogelpark Olching darf wieder öffnen.

Papageien sehr beliebt

„Am liebsten mag ich Papageien“, stellt Simon fest. Deshalb habe er sich extra seine knallgrüne Hose passend zum bunten Gefieder des Vogels angezogen, erklärt seine Mama lächelnd. Doch trotz seiner Vorliebe, scheinen den kleinen Simon an diesem Tag alle Vögel in ihren Bann zu ziehen und aufmerksam wird jedes Gehege des Parks inspiziert. Auch Emmi und ihre Mama Berit waren schon ganz früh dran um – wer hätte es gedacht – als Erstes einen Blick auf die beiden Papageien zu werfen, denn Emmi hat ebenfalls einen klaren Favoriten. „Wir wollten eigentlich schon Ostern herkommen, leider ging das ja nicht. Da habe ich meiner Tochter fest versprochen, dass wir sofort kommen, sobald es wieder möglich ist,“ erklärt Emmis Mutter. 

Park hielt sich mit Spenden über Bord

Normalerweise öffnet der Vogelpark seine Pforten nämlich bereits Ostern, damit die Besucher nach der Winterpause wieder die 600 Vögel bewundern können. Doch das war dieses Jahr nicht möglich, denn die Corona-Pandemie bedeutete für den Vogelpark, der vom Vogelliebhaberverein Olching betrieben wird, dass der Park erst einmal geschlossen bleiben musste. Und damit fielen alle Einnahmen, die nach der Winterpause dringend wieder benötigt werden, schlagartig weg. Mit Spenden konnte sich der Park einigermaßen über Wasser halten. 

Viele Vögel freuen sich auf den Besuch

Nun ist dafür die Freude bei Mensch und Vogel aber umso größer. „Es ist schön, zu sehen, dass die Leute wiederkommen dürfen. Und vor allem die Pelikane freuen sich, dass sie sich endlich wieder präsentieren können“, sagt Karin Wagner, zweite Vorsitzende des Vereins. Und tatsächlich hat sich bereits eine kleine, auf Abstand stehende, Menschentraube um das Gehege der rosafarbenen Pelikane gebildet. Stolz recken die Vögel ihre langen Schnäbel in die Luft und laufen fleißig vor ihrem Publikum auf und ab. 

Bürgermeister bei Eröffnung im Pelikan-Gehege

Bürgermeister Andreas Magg gehört ebenfalls zu den interessierten Zuschauern und wagt sich sogar gemeinsam mit dem Falkner Sascha Kuchenbaur in das Gehege der rosafarbenen Vögel. Zur Eröffnung hat sich Olchings Bürgermeister gerne die Zeit genommen und genießt den Rundgang durch den Vogelpark. „Es ist schön, zu sehen, wie sich langsam alles wieder öffnet“, freut sich Magg.

Park hat nun einen Rundweg

Natürlich achten die Betreiber trotz Eröffnungsfreude auch auf die Sicherheit ihrer Besucher. Kleine blaue Pfeile wurden an Bäumen platziert, damit die Besucher auf einem speziellen Rundweg den Park erkunden können. Gewisse Bereiche und der Spielplatz wurden sicherheitshalber abgesperrt und auf dem Weg zur Kasse gibt es einen abgegrenzten Weg für den Eingang und einen für den Ausgang, damit sich die Vogelliebhaber nicht in die Quere kommen. Zusätzlich wurde die Besucherzahl auf 65 begrenzt. Außerdem gibt es noch eine weitere Veränderung. 

An Pfingsten länger geöffnet

„Wir werden dieses Jahr auch in den Pfingstferien werktags von 14 bis 17 Uhr geöffnet haben,“ freut sich Wagner. Da bereits die Osterferien der Pandemie zum Opfer gefallen sind, können sich Familien so wenigstens in den Pfingstferien auf einen Ausflug in den Vogelpark freuen. Und bereits zum Eröffnungstag haben sich schon so einige auf den Weg gemacht. Auch der kleine

Kinder beobachten mit offenen Mündern

Noah, auf dem Arm seiner Mutter Corinna sitzend, und sein Bruder Ben gehören zu den ersten Besuchern. „Wir waren vorher noch nie hier, aber wir sind begeistert. Ich hätte nicht gedacht, dass es hier so viele verschiedene Vögel zu entdecken gibt,“ sagt Corinna. Das wird wohl aber nicht der letzte Besuch für die Familie gewesen sein, denn vor allem Ben scheint sich ganz besonders für die Zwergscharben und Stelzenläufer, die gerade ein Bad genießen, zu interessieren und beobachtet mit weit geöffnetem Mund die badenden Vögel.

Julia Huß

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