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Kiebitzkartierung für Gelegeschutz im Landkreis Fürstenfeldbruck

Ein Kibitz steht auf einer Wiese.
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Der Kiebitz ist auf der Roten Liste und zählt zu den stark gefährdeten Tieren.

Landkreis Fürstenfeldbruck – Der Landkreis Fürstenfeldbruck lässt im Rahmen des BayernNetzNatur-Projekts Moorverbundachse Maisachtal in den Niedermoorgebieten entlang der Maisach auch 2021 die Kiebitzbestände erfassen. Der Kiebitz wird aufgrund seines raschen Rückgangs auf der Roten Liste in der Kategorie Zwei – stark gefährdet – geführt.

Eine Arbeitsgemeinschaft aus Ornithologen ist beauftragt worden, die Neststandorte zu erfassen. Insbesondere in den Gemeinden Adelshofen, Althegnenberg, Hattenhofen, Maisach und Mammendorf können von Ende März bis Ende Juni die Kartierer angetroffen werden.

Die Neststandorte der bodenbrütenden Kiebitze können von den Ornithologen weitestgehend von vorhandenen Wegen aus mit dem Fernglas und dem Spektiv erfasst werden. Bei einer Lokalisierung von Gelegen auf landwirtschaftlichen Flächen werden die Bewirtschafter umgehend informiert. Nach der Rücksprache sowie einer Beratung zur kiebitzfreundlichen Bewirtschaftung der Felder wird bei Bedarf ein Gelegeschutz bis zum Abschluss der Brut angebracht. Diese kurzfristige Maßnahme soll einen Gelegeverlust durch die Bodenbearbeitung verhindern.

Sie hilft aber nicht gegen die anderen grundlegenden Ursachen des Bestandsrückgangs wie den Verlust an Nahrungshabitaten, die permanente Störung des Brutgeschehens durch den Freizeitdruck oder Fressfeinde, die Eier oder Jungvögel erbeuten. Hier ist zum Beispiel das Anleinen von Hunden während der Brutzeit in den Kiebitzbrutgebieten eine erfolgsversprechende Maßnahme, die die Chance auf Nachwuchs für ein Kiebitzbrutpaar entscheidend erhöhen kann.

red

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