Die Volksbank Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck eG zog Bilanz zum Jahr 2010 - Derzeit kein Grund, um mit anderen Genossenschaftsbanken über Fusionen ...

Bilanzgespräch zu viert: (v.li.) Gf. Joachim Lachnit, Vorstand Josef Hölzl, Vorstandsvors. Walter Müller und Vertriebsleiter Robert Fedinger Foto: Günter Schäftlein

Für ihre Leistung auf Landkreisebene kann die VR-Bank FFB mit ihren insgesamt 23 Geschäftsstellen u. 250 Mitarbeitern (davon 15 Auszubildende) auch in 2010 in Ertragslage und Zuwächsen zufrieden sein. Derzeit also kein Grund, um mit anderen Genossenschaftsbanken über Fusionen zu verhandeln.

Vorstandsvorsitzender Walter Müller wollte dies jedoch „nicht für alle Zeit“ ausschließen, zumal die Verbindung von Volksbank Fürstenfeldbruck und Raiffeisenbank Germering-Olching vor neun Jahren als Erfolgsmodell gesehen wird. Die für den geschäftlichen Erfolg nicht so sehr aussagefähige Bilanzsumme erhöhte sich um 5,3% auf 1,2 Mrd. Euro. Die sehr gute Eigenkapitalausstattung mit einem Kernkapital von 80 Mio. Euro gibt da schon weitaus deutlichere Hinweise, wenn man die Anforderungen nach der Meßlatte „Basel III“ zugrunde legt. Für Sicherheit und Vertrauen auch nicht unbedeutend die aktuellen Genossenschaftsanteile von 16.633 Mitgliedern in insgesamt 319.871 Anteilen und einem Volumen von 16 Mio. Euro. Unbehagen bereiten dem Vorstandsvorsitzenden politische Aussagen, verdeckte Ermittler in die Bankberatungen einzuschalten, „als wären unsere Berater kriminell …“ Auch die inzwischen wieder verstärkt nachgefragten höherverzinslichen Anlagen und Depot-Renditen erfordern bezogen auf die Risiken „noch mehr Beraterqualität“. In der Gewinn- und Verlustrechnung 2010 sieht Walter Müller ein um 20 Mio. Euro verbessertes Betriebsergebnis, „das Beste seit Bestehen der Bank“. Für die Genossenschaftsanteile wird wiederum eine Dividende von 4,8% der Vertreterversammlung vorgeschlagen. Der gesamte Steueraufwand (einschließlich Solidaritätsabgabe) in 2010 betrug 7,2 Mio. Euro mit einem Gewerbesteueranteil von 2,3 Mio. Euro, was für die Kommunen im Geschäftsgebiet erfreulich sein dürfte. Die Bank geht von einer positiven Wirtschaftsentwicklung in Deutschland aus; Sorgen bereiten der noch enorme Vertrauensverlust des Euro und die Überschuldungsproblematik vieler EU-Staaten. Vorstand Josef Hölzl, Gf. Joachim Lachnit (Versicherungsdienst) und Vertriebsleiter Robert Fedinger erläuterten im Bilanzgespräch die weiteren Einzelheiten zum Jahresbericht, im Kredit-, Kundeneinlagen-, Wertpapier- und Versicherungsgeschäft ebenso wie das Engagement der VR-Bank FFB für Vereine, Kirchen, Schulen mit Spenden in Höhe von 65.800 Euro.

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