Erwachsene dürfen wieder lernen

Volkshochschulen dürfen wieder Präsenzunterricht anbieten – theoretisch

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Das Team der vhs Gröbenzell, Beate Abel-Riemensperger, Julia Engelmann (hinten) Korinna Knopf und Katrin Krause (vorne), freuen sich auf ihre Kursteilnehmer.

Landkreis – Lange war für die Volkshochschulen nicht klar, wann sie wieder öffnen dürfen. Der Unterricht, die Kurse oder Seminare waren alle coronabedingt abgesagt worden.

Die Not machte erfinderisch. Unter vhs.online boten viele Volkshochschulen Vorträge, Sprachkurse oder Sportstunden online an – teilweise kostenlos. Doch nun, seit dem 30. Mai, ist auch der Präsenzunterricht vor Ort wieder erlaubt.

Einige Räume stehen noch nicht zur Verfügung

Beate Abel-Riemensperger, Geschäftsleitung der vhs Gröbenzell, würde am liebsten sofort alle Türen öffnen und den Kursbetrieb wieder auf 100 Prozent hochfahren. Nur so schnell geht es nicht, denn die Sicherheit der Besucher, Dozenten und des Teams haben Vorrang. „Das bedeutet, dass Teilnehmerzahlen angepasst, Kursräume- und -konzepte umgeplant und umfangreiche Hygiene- und Abstandsregelungen umgesetzt werden müssen“, erklärt Abel-Riemensperger. Außerdem stehen noch nicht alle Kursräume der Partner zur Verfügung. „Vor allem die Räumlichkeiten der Schule und Gemeinde müssen zuerst freigegeben werden“, nennt sie als Beispiel. Alle Dozenten und Teilnehmenden werden nun zeitnah über den Verlauf ihres Kurses informieren. Eines werde laut der Geschäftsleitung der vhs Gröbenzell nach den ersten Rückmeldungen klar. „Das vhs-Team, die Dozenten und die Teilnehmer freuen sich riesig über den Start.“

Raumplanung bei der vhs Puchheim

Bei der vhs Puchheim wird aktuell noch an dem erforderlichen Hygienekonzept gearbeitet. Genauso muss noch der Raumplan überarbeitet werden. „Leider ist das sehr zeitaufwendig, daher werden die Kurse und Veranstaltungen erst ab 15. Juni wieder starten“, informiert die vhs Puchheim ihre Mitglieder. Bei allen, die sich bereits für einen Kurs angemeldet haben, wird sich verlässlich gemeldet.

Jeder Kurs muss einzeln geprüft werden

Auch in Olching dauert es noch, bis die meisten Kurse wieder stattfinden können. „Aufgrund der einzuhaltenden Mindestabstände fallen bestimmte Räumlichkeiten weg“, erzählt Geschäftsführerin Anke Velasquez. So sei ein Sprachkurs mit 15 gemeldeten Teilnehmern im vorgesehenen Raum nicht mehr durchführbar, weil dort nur noch acht gleichzeitig sitzen dürfen. „So müssen wir jeden einzelnen Kurs prüfen“, sagt Velasquez. Angemeldete Kursteilnehmer werden aktuell durchtelefoniert, um herauszufinden, ob überhaupt noch Interesse am Kurs besteht. „Viele sagen von vornherein aus Angst ab, weil ihnen es gesundheitlich zu heikel ist“, erzählt sie. Entweder hat sich dann das Raumproblem gelöst oder aber es kommt ein neues hinzu: „Manche Kurse tragen sich erst ab einer bestimmten Anzahl an Teilnehmern“, informiert die Geschäftsführerin.

Vhs in finanziellen Nöten

Auch wenn die Freude über den Wiedereinstieg in den Kursbetrieb groß ist, brach für die Volkshochschulen für viele Wochen die Geschäftsgrundlage weg. Die Vhs Olching war bereits mit Stadträten im Gespräch. „Wir wurden vor Corona zu zwei Dritteln aus Teilnehmergebühren getragen, die fielen jetzt natürlich weg“, erläutert sie.

Abstand, Maske & Desinfektion

Wichtig für alle Kurse in Räumen, egal bei welcher Vhs, sind die Mindestabstände von 1,5 Metern zum nächsten Teilnehmer sowie die Maskenpflicht. „Die Maske muss getragen werden, bis man an seinem Platz sitzt“, informiert die vhs Olching. Außerdem wird regelmäßig gelüftet und es wird Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. 

Kohr

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