Vorstellung der Verkehrsstatistik der Polizeiinspektion Germering

Ein Verkehrstoter im Jahr 2017

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Die Polizeiinspektion Germering stellt gemeinsam mit den jeweiligen Vertretern der Stadt Germering, Gilching und Alling ihr neues Streifenfahrzeug – ein E-Auto – vor.

Dass der Dienstbereich der Polizeiinspektion Germering kommunen- und teilweise auch landkreisübergreifend ist, wird dem aufmerksamen Beobachter, der eine Streife durch Gilching oder Alling fahren sieht, bereits aufgefallen sein. Auch in diesem Jahr hat die Polizei eine Statistik über die Verkehrsunfälle des vergangenen Jahres angefertigt und diese im Gilchinger Rathaus vorgestellt.

Germering - Im gesamten Dienstbereich – den Stadtgebieten Germering, Gilching und Alling – kam es im Jahr 2017 zu 1.493 Verkehrsunfällen. „Damit ist erfreulicherweise wieder der Stand aus dem Jahr 2015 erreicht, während die Zahl im Jahr 2016 auf 1.551 angestiegen war“, erklärt Erich Heinz, Polizeihauptkommisar und gleichzeitig Mitarbeiter zuständig für Verkehr. Die Verkehrsunfälle werden unterschieden in Verkehrsunfall mit Personenschaden (VUPS), Verkehrsunfall mit schwerwiegender Ordnungswidrigkeit (VUSW) und Verkehrsunfall-Kleinunfall (VUK). „Die VUSWs werden dabei denjenigen ein Begriff sein, die bereits Punkte in Flensburg gesammelt haben“, wirft Polizeihauptkommissar+ Andreas Ruch ein. Den größten Anteil, mit 55 Prozent, nehmen die Kleinunfälle ein. Diese sind mit 810 um 48 Unfälle im Vorjahr gesunken. 

Ein tragischer Unfalltod

Obwohl die Technik der Fahrzeuge weiter voranschreitet und sich beinahe täglich ändert aber der Egoismus der Fahrer deutlich ansteigt, kann im Jahr 2017 ein Verkehrstoter, ein dreijähriges Mädchen, verzeichnet werden. Der Verkehrsunfall, der sich an der B 2 am 31. März 2017 ereignete ist vielen aufgrund des Urteils noch stark im Gedächtnis. Eine 18-jährige Fahranfängerin hatte die Kurve unterschätzt und war mit etwa 45 Stundenkilometern – und damit viel zu schnell – vom Beschleunigungsstreifen direkt auf die Fahrbahn abgekommen. Dabei rammte sie das Auto einer Eichenauerin, die ihre zwei Kinder mit im Auto hatte. Die Urteilsverkündung, eine Leseweisung bei der die junge Frau ein geeignetes Buch lesen und sich mit dem Inhalt intensiv auseinandersetzen solle, erschien vielen als zu mild. 

Unterschiedliche Formen von Unfällen

Die Zahl der schwer verletzten Personen ist, wie in den beiden Jahren zuvor, konstant geblieben, leicht verletzte Person sind im Vergleich zum Vorjahr um 40 gestiegen – auf 249. In die Statistik der Zweiradunfälle sind seit einigen Jahren auch E-Bikes und Pedelecs zu zählen. Während die Zahl hier mit 85 verursachten Zweiradunfällen gleichbleibend zum Vorjahr ist, sind die Kraftradunfälle im Vergleich zum Jahr 2016 etwas gestiegen, von 16 auf 23. Etwa ein Drittel der Verkehrsunfallfluchten konnten im vergangenen Jahr aufgeklärt werden. „Das ist nicht mehr so einfach“, sagt Heinz, „da es früher mehr Lackabplatzer gab, die man am Unfallfahrzeug sichern konnte“. Heute seien auch die Außenspiegel vieler Automodelle gleich, da fiele eine Zuordnung deutlich schwerer. Verkehrsunfälle unter Alkoholeinwirkung gab es im letzten Jahr zehn, somit drei weniger als im Vorjahr, wobei niemand schwer verletzt wurde, lediglich vier leicht Verletzte gab es. Bei den Schulwegunfällen hingegen ist ein Anstieg von sechs Unfällen zu verzeichnen, sodass die Zahl von einem Unfall auf sieben anstieg. Ein Kind darunter befand sich im Grundschulalter. Die Wildunfälle des gesamten Dienstbereichs sind zum vergangenen Jahr konstant geblieben. Spitzenreiter ist dabei Alling mit 46 Unfällen – in Germering wurden 36 Wildunfälle gemeldet. 

Im Jahr 2017 gab es in Germering 967 Verkehrsunfälle

Die Verteilung der Verkehrsunfälle auf die drei Gemeinden ist gemäß ihrer Einwohner. Während Germering mit 40.000 Einwohnern 967 Verkehrsunfälle im Jahr 2017 hatte, waren es im halb so großen Gilching mit etwa 18.000 Einwohnern 416 und in Alling mit rund 4.000 Einwohnern 110 Unfälle. Als Unfallhäufungspunkte sind als erstes die Germeringer Spange mit 99 Unfällen, die gesamte Bundesstraße 2 im Gemeindebereich mit 39 und die Tiefgarage der Germeringer Einkaufs Passage (GEP) mit 26 Unfällen zu nennen. Um die Unfallgefahr der Spange langfristig zu entschärfen ist eine Vollbeamplung an der Autobahnausfahrt der A 96 geplant. 

Claudia Becker

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