FDP-Landtagswahl im Stimmkreis FFB Ost

Bode will in den Landtag

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FDP-Kreisvorsitzender Hendrik Grallert, Kreis- und Gemeinderat Ulrich Bode, Bürgermeister Peter Münster und der stellvertretende Kreisvorsitzende Andreas Schwarzer.

Die Nominierungsveranstaltung der Kreis-FDP im Stimmkreis Fürstenfeldbruck-Ost (118) für die Landtagswahl 2018 wurde zu einem Heimspiel für den Eichenauer Ulrich Bode. Der 55-jährige Gemeinde- und Kreisrat setzte sich gegen den stellvertretenden Kreisvorsitzenden und zweimaligen Bundestags-Direktkandidaten Andreas Schwarzer aus München mit zwölf zu zwei Stimmen, bei einer Enthaltung, durch. Eichenaus Bürgermeister Peter Münster wurde ohne Gegenstimme von den 15 anwesenden Stimmberechtigten zum Kandidaten für den Bezirkstag gewählt. Zu Listenkandidaten ließen sich Olchings Stadtrat Andreas Teichmann (Landtag) sowie der FDP-Kreisvorsitzende Hendrik Grallert aus Gröbenzell (Bezirkstag) wählen.

Landkreis - Der selbständige Informatiker und IT-Experte Bode, verheiratet und drei Kinder, stellte den Breitbandausbau in den Mittelpunkt seiner Bewerbungsrede. Mit dem Slogan „DSL für alle“ kandidierte Bode bereits 2003 schon einmal für den Landtag. Der Ausbau im ländlichen Bereich müsse weiter vorangetrieben werden. Bei der Schul-IT habe man inzwischen vorbildlich für ganz Bayern ein einheitliches Konzept geschaffen. Solche Standards sollten auch, für die Gemeinden geschaffen werden. Bisher gebe es in Bayern zu viele Insellösungen. In Baden-Württemberg beispielsweise betreibt schon die Hälfte aller Gemeinden ein Rechenzentrum. Mit seiner Kandidatur möchte Bode die Digitalisierung in Bayern stärker vorantreiben und landesweit einheitliche IT-Strukturen schaffen. „Die Digitalisierung spiele in allen Bereichen eine immer stärkere Rolle.“ 

Wohnungsmangel, Nahverkehr, Flächenfraß und Bildung

Bevor sich der Vater von drei erwachsenen Kindern, der 56-jährige Strafrechtler Schwarzer, in seiner Vorstellung zum Scheitern der Jamaika-Verhandlungen in Berlin als einziger in der Runde äußerte, streifte der stellvertretende Kreisvorsitzende, zunächst die politischen Brennpunkte wie Wohnungsmangel, öffentlichen Nahverkehr, Flächenfraß und Bildung. Er glaubt, dass er aufgrund des bayerischen Wahlrechts (Addition der Erst- und Zweitstimmen) in dem bevölkerungsdichten Wahlkreis mit den Zweitstimmen „etwas reißen“ könnte. FDP-Bundesvorsitzender Christian Lindner habe alles richtig gemacht, meinte Schwarzer, nur sei alles medial schlecht rü- ber gebracht worden. Seiner Ansicht nach sind die Verhandlungen nicht an der FDP gescheitert. Es lag auch an den anderen Parteien, an erster Linie an der CSU. „Seehofer hat überhaupt kein Interesse an Jamaika gehabt.“ Auch die Grünen seien nicht so überzeugt gewesen, wenn er beispielsweise an Trettin denke, der mehrfach öffentlich „Öl ins Feuer geschüttet habe.“ 

Eich enaus Bürgermeister als einziger Direktkandidat für Bezirksrat

Dass die FDP den „schwarzen Peter“ einfach zugeschoben erhielt, das werde sich wieder ändern, glaubt Schwarzer. Bei der Landtagswahl habe die FDP eine Chance, weil man in jedem Politikbereich eine Alternative zur CSU sei und ein Konzept habe. „Der Bezirkstag steht immer ein wenig im Schatten, ist aber als dritte kommunale Ebene mindestens ebenso wichtig wie sämtliche anderen politischen Ebenen“, sagte Münster, der als einziger Direktkandidat für den Bezirkstag antrat. Mit 1,5 Milliarden Euro für soziale Leistungen, die der Bezirkstag im kommenden Jahr ausgeben wird, stellt er die wichtigste Säule im kommunalen Bereich dar. Er bewerbe sich, weil er leidenschaftlicher Kommunalpolitiker sei und glaube, dass die FDP dauerhaft auf allen Ebenen vertreten sein sollte. 

Kandidaten für den Stimmkreis FFB-West

Im Stimmkreis Fürstenfeldbruck-West (120) bewerben sich um das Direktmandat für den Landtag Christian Tietgen aus Fürstenfeldbruck und Ulla Schäfer aus Landsberg. Die Aufstellungsversammlung findet am 2. Dezember in Landsberg im Restaurant „Bei Nino“ statt. 

Dieter Metzler

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