Neuer Stadtjugendrat steht fest

Die Jugend aus FFB hat ihre neuen Vertreter gewählt

Der neu gewählte Stadtjugendrat Fürstenfeldbruck und Jugendreferenten stellen sich nach Wahl für Foto auf
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Einige der Mitglieder des Stadtjugendrats, die am Sonntag im Wahllokal zur Verfügung standen: hintere Reihe von links: Veronika Droth, Fabian Eckmann und Valentin Eckmann, vordere Reihe von links: Karl Colner, der aus Altersgründen ausscheiden muss aus dem Stadtjugendrat, Quirin Droth, Niklas Roth, Benedikt Bucher sowie die beiden Jugendreferenten Lisa Rubin (BBV) und Lukas Braumüller (BBV).

Fürstenfeldbruck – Insgesamt wurden 2961 junge Brucker von der Stadt angeschrieben, um in der Kreisstadt einen neuen Jugendrat zu wählen.

Dazu erhielten die wahlberechtigten Jugendlichen am 11. Oktober von 13 bis 18 Uhr Gelegenheit, im Jugendcafé des Hauses für Bildung und Begegnung am Niederbronnerweg ihre Stimme abzugeben. 87 Jugendliche nahmen ihr Wahlrecht wahr. Die Amtszeit des neuen Stadtjugendrats beträgt zwei Jahre und beginnt am 1. Januar. Die Wahlbeteiligung lag bei drei Prozent und ist gegenüber der Wahlbeteiligung von 2018 (2,4 Prozent) knapp um 0,6 Prozent gestiegen.

Die neuen Stadtjugendräte

In der Altersgruppe der 14- bis 17-Jährigen wird die Jugend aus der Kreisstadt, Aich und Puch in den kommenden zwei Jahren von Veronika Droth (59 Stimmen), Niklas Roth (38), Loi Rothenberger (38), Korbinian Butterer (37), Emily Reeb (36) und Hannah Paulina Füner (35) vertreten. Bei den 18- bis 21-Jährigen wurden Valentin Eckmann (93), Fabian Eckmann (89), Benedikt Bucher (74), Quirin Droth (73) und Lena Sabokat (62) gewählt.

Wahltag beinahe verschwitzt

„Wenn uns ein Freund nicht nochmals an die Wahl erinnert hätte“, erzählten die Geschwister Timo und Hannah Endres (18 und 19 Jahre), „hätten wir den Wahltermin wahrscheinlich verschwitzt.“ Der Brief sei ihrer Meinung nach viel zu früh von der Stadt verschickt worden. Auch hätten sie sich gewünscht, dass die Kandidaten vorher vorgestellt werden. Die Geschwister halten das Gremium aber schon für wichtig. „Viele Jugendliche wenden sich doch lieber an Gleichaltrige als an die Politiker, wenn sie ein Anliegen haben“, meinten sie. Allerdings müsste auch vor so einer Wahl wesentlich mehr die Werbetrommel gerührt werden. „Viele wissen nichts von einem Stadtjugendrat und deren Aufgaben.“

Erfolge des Stadtjugendrats

Man habe in der Kommunalpolitik halt eine Stimme, mit der man schon etwas bewegen kann, meinten die Zwillinge Fabian und Valentin Eckmann (18), die bereits zum zweiten Mal kandidierten. So kann der Stadtjugendrat durchaus Erfolge vorweisen, wie zum Beispiel die Europafahne auf dem Rathausdach, Pfandringe für Abfalleimer oder auch der Skaterpark an der Landsberger Straße. Geplant ist jetzt noch das Aufstellen von Tischtennisplatten.

Event für Bekanntheitsgrad wird verschoben

„Politics for people“ sollte dieses Jahr ein großer Event werden, doch Corona machte dem Jugendrat einen Strich durch die Rechnung. Mit der Veranstaltung wollte das Gremium seinen Bekanntheitsgrad steigern. „Das werden wir nachholen, sobald es Corona erlaubt“, meinte der Vorsitzende des Stadtjugendrats, Fabian Eckmann, der zwar wiedergewählt wurde, sich aus Zeitgründen aber, er macht gerade eine Ausbildung als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung stellt.

„Quasi in Politik reingeboren“

„Ich bin quasi reingeboren in die Politik“, sagt die wiedergewählte Veronika Droth (17), Tochter von FW-Stadtrat Markus Droth. Den letzten Anstoß, beim Jugendrat mitzumachen, gab ihr älterer Bruder Quirin. Sie kann sich gut vorstellen, sich auch später politisch zu engagieren. „Mit einer eigenen Meinung, die man positiv vertritt, kann man auch andere Menschen von einer Sache überzeugen.“

Stadtjugendrat kann auch Anträge stellen

Seit 1999 existiert in der Kreisstadt ein Stadtjugendrat. Insgesamt besteht der Jugendrat, der für zwei Jahre gewählt wird, aus elf Mitgliedern und teilt sich in zwei Altersgruppen auf. Die 14- bis 17-Jährigen erhalten sechs Sitze, die 18- 21-Jährigen fünf Sitze. Der Stadtjugendrat berät den OB, den Jugendreferenten sowie den Stadtrat und dessen Ausschüsse in allen jugendrelevanten Angelegenheiten. In diesem Rahmen kann der Stadtjugendrat auch Anträge an die Stadt stellen.

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