Wechsel in der Führungsetage des Beistandsvereins türkischer Arbeitnehmer BVTA in Fürstenfeldbruck - Auf Nemutlu folgt Duran Mizrak

Die neue Vorstandschaft des Beistandsvereins türkischer Arbeitnehmer in Fürstenfeldbruck (vorne von links): Gürdal Uyanik Revisor), Ayhan Tasdereli (Abteilung Sport), Duran Mizrak (1. Vorsitzender), Ümran Karagöz (Frauen u. Elternbeirat); (hinten von links): Cemal Yildiz (beratendes Vorstandsmitglied), Ismail Mizrak (Sportabteilung), Suayip Erkovan (Beisitzer), Alaattin Acikgöz (Revisor), Mehmet-Akif Nemutlu (ehemaliger 1. Vorsitzender). Foto: Dieter Metzler

Der Wechsel in der Führungsetage des Beistandsvereins türkischer Arbeitnehmer (BVTA) in Fürstenfeldbruck ist vollzogen. Nach 31 Jahren löste der 48-jährige Duran Mizrak den sich nicht mehr zur Wiederwahl stellenden Mehmet-Akif Nemutlu ab. Der scheidende Vorsitzende wird dem Gremium als beratendes Mitglied erhalten bleiben. Zum zweiten Vorstand und Stellvertreter wurde Hanif Karacabey gewählt, Schriftführer wurde Hülya Mizrak, und die Kassengeschäfte übernahm Aydin Günes. Mit Suayip Erkovan, Ayhan Tasdereli und Alaattin Acikgöz komplettieren drei Beisitzer die Vorstandschaft.

Uneingeschränkte Zustimmung fand die erste Amtshandlung des neu gewählten Vorsitzenden, der sogleich eine Beitragserhöhung von sechs auf zehn Euro im Monat vorschlug. Mizrak begründete die Erhöhung mit dem enormen Kostenanstieg in den Abteilungen und damit, dass der Beitrag seit Jahren nicht mehr erhöht worden sei. Aus diesem Grund will Mizrak auch die vielen beitragsfreien passiven Mitglieder ansprechen, sich verstärkt aktiv in den Verein einzubringen, was dem Verein mehr Geld einbringt. Auch will Mizrak den Kampf seines Vorgängers um eine sportliche Bleibe für die türkischen Kreisstadt-Fußballer fortsetzen. Erste Kontakte mit der Stadt habe er bereits geknüpft, so Mizrak. „Ich will eine eigene Jugendabteilung aufbauen, um unsere Kinder von der Straße zu holen“, erklärt Mizrak als sein größtes Anliegen. „Die Kinder und Jugendlichen können aber nur mehr in das Vereinsleben integriert werden, wenn sie auch wissen, wo sie hingehen können.“ In diesem Zusammenhang dankte Mizrak Katharina Weyer vom JUZ West, die den Jugendlichen jeden Freitagabend einen Raum für Musikunterricht mit türkischen Instrumenten zur Verfügung stellt. Auch der Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses „LiB – Leben ist Begegnung“, Annette Koller, dankte Mizrak für die Bereitstellung von Räumlichkeiten im Sozialzentrum Am Sulzbogen. „Für unsere Veranstaltungen steht uns hier jederzeit die Tür offen.“ So treffen sich jeden Sonntag die Frauengruppe und die Folkloregruppe im Mehrgenerationenhaus. Nur die unbefriedigende Situation der Sportler muss noch gelöst werden. Mizrak wünscht sich ein gutes Miteinander mit allen Vereinen im Landkreis. Dazu will er verstärkt den Kontakt suchen. Danken möchte er im Vorfeld dem TuS-Präsidenten Herbert Thoma und dem SCF-Präsidium sowie namentlich Abteilungsleiter Alfred Thurner. „Sie haben für unsere Belange stets ein offenes Ohr.“ Am 8. Mai feiert der BVTA den „Tag des Kindes“, nachdem dieser Tag, der eigentlich auf den 23. April fällt, in diesem Jahr auf das Osterwochenende fällt. Der BVAT möchte dazu entweder die Turnhalle oder den Schulhof der Philipp-Weis-Schule oder der Schule West nutzen. Briefe zur Unterstützung für das Vorhaben hat der Verein bereits an sämtliche Stadträte, an OB Kellerer und an Bundestagsvizepräsidenten Gerda Hasselfeldt versandt.

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