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Wechselunterricht beendet: Ab Montag dürfen wieder alle in die Schule

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Von: Miriam Kohr

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Junger Schüler mit Schulranzen geht mit Maske und Desinfektionsmittel in die Schule
Ab Montag dürfen im Landkreis wieder alle Kinder in die Schule - die Maskenpflicht am Platz herrscht weiterhin. © Marvin Samuel Tolentino-Pineda

Landkreis - Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Fürstenfeldbruck hat nach den Berechnungen des örtlichen Gesundheitsamts mit Stand 5. November die 200er-Marke überschritten und beträgt 204,54. Neue Fälle gibt es unter anderen an einer Realschule, zwei Gymnasien und zwei Mittelschulen. Dennoch dürfen ab Montag wieder alle Schüler in die Schule - der Wechselunterricht wird nicht verlängert.

Das Landratsamt Fürstenfeldbruck hat mit seiner Entscheidung, inwieweit die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie an den Kindertagesstätten und Schulen nach den Ferien fortgeführt werden sollen, auf die Ende Oktober angekündigten Maßnahmen der Länder und die anvisierte Überarbeitung des Rahmenhygieneplans in Bayern gewartet. Im Vorgriff auf die angekündigten Regelungen, nach denen das übergeordnete Ziel sei, die Schulen und Kitas möglichst lange offen zu halten, was auch bedeute, dass es keinen Wechselunterricht geben solle, und vorbehaltlich einer kommenden abweichenden Regelung wird das Landratsamt Fürstenfeldbruck seine Anordnung der Einhaltung des Mindestabstands an den Schulen nicht verlängern.

Kein Mindestabstand = kein Wechselunterricht

Der Mindestabstand, welcher in vielen Schulen aufgrund von räumlichen und personellen Gründen nicht eingehalten werden kann, ist Ursache für den Wechselunterricht. Damit müssen nun auch dort, wo die baulichen Gegebenheiten die Einhaltung des Mindestabstandes nicht möglich machen, keine Klassenteilungen mehr durchgeführt werden, so dass auch nicht aufgrund von Klassenteilungen die Notwendigkeit eines Wechsels von Präsenz- und Distanzunterricht besteht.

Dennoch maximal möglicher Abstand

Es beschränkt sich auf den Appell, im Rahmen der räumlichen Gegebenheiten den maximal möglichen Abstand auch zwischen den Schülern zu gewährleisten. Bayernweit besteht gemäß der 8. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung Maskenpflicht für alle Jahrgangsstufen auf dem gesamten Schulgelände, auch im Klassenzimmer am Platz. Raum für Ausnahmeregelungen (von Einzelfällen abgesehen) besteht nicht.

Maskenpflicht am Platz bleibt

„Ich bin froh, wenn wir eine einheitliche Regelung von staatlicher Seite habe“.

Landrat Thomas Karmasin

Landrat Thomas Karmasin freut sich, wenn sein Wunsch nach einer Beendigung des „Flickenteppichs“ in Erfüllung geht: „In einer Situation, in der ich davon ausgehe, dass das Infektionsgeschehen in den Kreisen und Städten sich immer mehr annähert, ist ein unterschiedlicher Vollzug des Rahmenhygieneplans im Schulbereich nicht mehr vermittelbar. Ich bin froh, wenn wir eine einheitliche Regelung von staatlicher Seite haben, wobei erstaunt, dass ein Plan just in dem Moment auf- gehoben wird, in dem er Anwendung findet.“

Ausweitung auf Kitas

Das Landratsamt wird den Gedanken der Regelungen für die Schulen auch, soweit dies sinnvoll und angebracht ist, auf die Entscheidung zu den Maßnahmen für die Kindertagesstätten übertragen. Es bleibt – befristet vom 9. bis 20. November – bei folgenden Anordnungen aus dem Rahmenhygieneplan:

Die Forderung, je nach den örtlichen Verhältnissen die Gruppengröße möglichst zu reduzieren, wird nicht aufrecht erhalten.

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