Gerade zu Zeiten von Corona

Caritas Fürstenfeldbruck sorgt sich ihre Klientel

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Das Team der Gerontopsychiatrischen Fachberatung des Sozialpsychiatrischen Dienstes am Caritas-Zentrum (von links): Isabelle Fuhrmann, Dominique Wilhelm und Susanne Bela.

Fürstenfeldbruck - Die Mitarbeiter des Caritas-Zentrums Fürstenfeldbruck machen sich seit Ausbruch der Pandemie Sorgen um ihre Klientel. „Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, aus der Mitte der Gesellschaft herausgefallen sind, trifft Corona hart“, sagt Birgit Weiß, Kreisgeschäftsführerin. In jedem Beratungsbereich gäbe es Beispiele dafür, wo die Not durch Corona verstärkt würde.

Man denke zum Beispiel verstärkt an pflegende Angehörige, welche die Kontaktsperren gerade doppelt treffen, insofern sie hinsichtlich der Pflege aber auch mit ihren eigenen Fragen und Bedürfnissen auf sich allein gestellt seien. Gerade für Angehörige von an Demenz erkrankten Menschen sei die aktuelle Situation eine enorme Belastung. Der Fachdienst „Leben im Alter“ könne solchen Menschen durch Hilfsangebote unter Einhaltung besonderer Schutzmaß- nahmen oder auch durch die telefonischen Beratungsangebote auch in der Krise gezielt unterstützen. Susanne Bela von der Gerontopsychiatrischen Fachberatung rückt ältere Menschen in den Fokus, für die der aktuell notwendige soziale Rückzug eine starke Belastung sei. Seien diese häufig schon vor der Krise für andere kaum sichtbar, drohe jetzt die komplette Isolation. 

Personen mit stärkerem Hilfebedarf könnten den Anschluss verlieren

Man sehe außerdem einen wachsenden Leidensdruck bei psychisch erkrankten Menschen aufgrund der allgemein verbreiteten Angst und durch den plötzlichen Wegfall ihrer strukturierenden Alltagsgewohnheiten. „Wo gar beides zusammentrifft, wie bei unserer Klientel, da machen wir uns aktuell große Sorgen“, sagt Bela, die mit ihren Kolleginnen derzeit Telefonberatungen durchführt. „Auch Personen mit stärkerem Förder- oder Hilfebedarf, wie es bei vielen Menschen mit Behinderung der Fall ist, verlieren den Anschluss und fühlen sich durch die unklare Zukunftsperspektive hochgradig verunsichert“, betont die Leiterin der Kontaktstelle für Menschen mit Behinderung, Stefanie Meiler. 

Kontakt zur Caritas suchen

Auch in ihrem Fachdienst seien neben der telefonischen Beratung unter Einhaltung besonderer Schutzmaßnahmen weitergehende Hilfsangebote möglich. In diesen wie in allen anderen Fällen wird dringend auf die Möglichkeit hingewiesen, sich von zu Hause aus professionell beraten zu lassen. Alle Beratungsdienste sind telefonisch und per Email erreichbar, zum Teil ist auch eine Onlineberatung möglich. Auf der Website des Caritas-Zentrums sind alle aktuellen Informationen und Kontakte auf einem Blick zusammengefasst. Jeder Dienst sei aber auch über die Zentrale zu erreichen, so Kreisgeschäftsführerin Weiß. Sie ermutige alle Personen die Caritas zu kontaktieren, falls diese Hilfe bedürften oder sich durch die Krise psychisch oder emotional überfordert fühlten. „Dafür sind wir da.“ red

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