Weil Sekunden Leben retten

Neue Rettungswache für den Landkreis in Olching

+
Konrad Franz und Martin Stumpferl haben die erste Schicht am neuen Standort in Geiselbullach übernommen.

Im Notfall kann es um Minuten oder gar Sekunden gehen. Um beispielsweise bei einem Unfall in der Region schneller am Ort des Geschehens zu sein, wurde deshalb ein neuer Standort für einen Rettungswagen gesucht. Man hat ihn am Gewerbering in Geiselbullach gefunden.

Olching – Seit 1. Juni 9 Uhr fährt hier täglich ein Rettungswagen ein und aus, am 5. Juni wurde die Rettungswache offiziell mit einem Weißwurstfrühstück eingeweiht. 

Von "Wiesenwache" täglich besetzt

Betrieben wird der Standort von der Firma Aicher Group im Auftrag des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Fürstenfeldbruck. Damit wird erstmalig ein Standort im Bereich Fürstenfeldbruck der Integrierten Leitstelle Fürstenfeldbruck (zuständig für Dachau, Fürstenfeldbruck, Landsberg und Starnberg) von einem privaten Anbieter besetzt. Die Firma ist vor allem von der Übernahme der „Wiesnwache“ bekannt. Der neue Standort ist täglich von 9 bis 21 Uhr besetzt. Von dort ist ein schneller Einsatz für das Stadtgebiet Olching sowie auch für die Bereiche Dachau und Fürstenfeldbruck sichergestellt. 

Vermieter selbst Ehrenamtlicher im Rettungsdienst

Der Fund des Standortes war eher Zufall. Nico Bebst von Auto Schweitzer, selbst ehrenamtlicher Rettungssanitäter, stellt sein ehemaliges Reifen-Lager für die Rettungswache zur Verfügung. Neben dem Vermieter waren deshalb auch seine Angestellten beim Weißwurstfrühstück der Aicher Group dabei. 

Wache wird noch wohnlich gemacht

Ganz fertig ist die Wache aber noch nicht. „Es kommt noch eine Küche, Einrichtung wie eine Couch und bestimmt noch ein Fernseher“, sagt Ulrike Krivec, Unternehmenskommunikation. Die Rettungssanitäter und -Assistenten sollen sich schließlich wohl fühlen und Beschäftigung zwischen den Einsätzen haben. Auch der Außenbereich ist noch nicht perfekt.

Eigene Ausfahrt gewünscht

Denn der Rettungswagen muss bei jedem Einsatz um das Gebäude fahren und die Ausfahrt ihrer Nachbarn benutzen. Eine eigene Ausfahrt wäre von Vorteil. „Dabei kann es außerdem um Sekunden gehen“, sagte Krivec. Dafür müsste jedoch ein Zaun durchbrochen und ein Parkplatz umgestaltet werden. Das Anliegen wurde bereits an die Stadt herangetragen. Bürgermeisterin Maria Hartl versprach: „Ich werde es mit dem ersten Bürgermeister besprechen, ich denke wir werden eine Lösung dafür finden“. 

Nötig wegen hoher Verkehrsdichte

Notwendig ist die neue Rettungswache geworden, da in diesem Bereich die Einsatzzahlen aufgrund des Bevölkerungswachstums und der Verkehrsdichte angewachsen sind. Daher wurde außerhalb der fünfjährigen Regelbetrachtung der Bereich vom Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) statistisch ausgewertet und ein zusätzlicher Rettungswagen für notwendig erachtet. Der Standort ist bis zur Regelbetrachtung im Jahr 2019 nur temporär.

red/kohr

Auch interessant

Meistgelesen

+++ Blaulicht-Ticker für den Landkreis Fürstenfeldbruck
+++ Blaulicht-Ticker für den Landkreis Fürstenfeldbruck
Zur besseren Einteilung der Patienten: Vorsichtungszelt am Klinikum aufgebaut
Zur besseren Einteilung der Patienten: Vorsichtungszelt am Klinikum aufgebaut
Wertstoffhöfe ab 7. April wieder geöffnet
Wertstoffhöfe ab 7. April wieder geöffnet
Norbert Seidl darf weitermachen
Norbert Seidl darf weitermachen

Kommentare