Weitere Bebauung des Germeringer Stadtgebiets

Bauboom geht weiter

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Die "Harfe" soll ganz neu gestaltet werden.

Gefühlt wird momentan an jeder Ecke gebaut. Auch Germering ist davon augenscheinlich betroffen. Geplant ist eine Ausweitung des Gewerbegebietes Nord – hier soll Wohnen mit Gewerbe gemischt werden. Bereits die Rahmenplanung aus dem Jahr 2001 hatte eine Bebauung dieser Fläche vorgesehen wie der Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss Ende Juni erklärte. Nach der Verschiebung eines weiteren wichtigen Tagesordnungspunktes steht nach der Sitzung des Ausschusses vom 5. Juli nun die Planung der Germeringer Harfe. Zudem wird im Bereich Landsberger Straße und Max-Reger-Straße fleißig weiter geplant – das Bauen boomt, auch im Münchner Westen.

Germering - Während der Germeringer Norden zwischen Hochrainweg und einer neu zu erstellenden Erschließungsstraße Gewerbe und eine Reihe Wohnen erhalten soll, ist südlich der neuen Erschließungsstraße ausschließlich Wohnen vorgesehen. Auch die Germeringer Feuerwehr soll im Zuge der Bebauung nicht zu kurz kommen, sie benötigen dringend einen Anbau an das bestehende Gebäude für ihren Fuhrpark. Zudem hat sich der Investor bereit erklärt die Planungskosten zu übernehmen und 30 Prozent der Gesamtwohnfläche im Rahmen der sozialgerechten Bodennutzung zur Verfügung zu stellen. Noch müssen die Landwirte dem Verkauf ihrer Ackerflächen zustimmen, bis eine genaue Terminierung der Bebauung erfolgen kann. 

Wohnhaus neben Sportplatz

Ebenso soll im Bereich Max-Reger-Straße, Richard-Wagner-Straße, Landsberger Straße und Sportanlage gebaut werden, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Das Grundstück an der Richard-Wagner-Straße Ecke Max-Reger-Straße ist Teil des seit 1978 rechtswirksamen Bebauungsplans. Nun soll der verbliebene Bauraum mit einem viergeschossigen winkelförmigen Gebäude bebaut werden – wobei die vom angrenzenden Sportplatz ausgehenden Immissionen schalltechnisch untersucht wurden und geplant wird, die Wohnräume in den Innenhof gelegen zu bauen. Es sollen 38 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe entstehen, die einen Laubengang als Abschottung zum Fußballplatz erhalten. 

Germeringer Harfe erhält neues Gesicht

Die Pläne für die Germeringer Harfe neben der Stadthalle sowie des derzeitigen Parkplatzes an der Gabriele-Münter-Straße sehen einen anderen Plan vor. Da sich laut Eigentümerin des Komplexes die Anforderungen in den letzten Jahren stark geändert haben, soll in Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit des Standortes – beispielsweise durch die S-Bahnanbindung – eine Neuausrichtung des Objekts „Harfe“ stattfinden. Neben Einzelhandel, Büro- und Wohnnutzung soll auch eine Hotelnutzung für etwa 123 Zimmer entstehen. Die geringe Attraktivität des 1994 fertiggestellten Gebäudes sei nicht mehr zeitgemäß und ließe keine Weiterentwicklung des Gebäudekomplexes zu. Zudem sei die Frequenz der Harfe nicht so groß wie sie sein könnte. Das im Planungsausschuss vom Münchner Investor, der Rock Capital Group, vorgestellte Vorhaben umfasst eine umfängliche Neuordnung mit einen Gebäudesockel , dessen darüber liegende Geschosse sich um drei geöffnete Höfe organisieren. Die Einzelhandels- und Gastronomieflächen im Erdgeschossbereich sollen sich mehrheitlich in Richtung des Therese-Giehse-Platzes richten und soll somit zu einer Belebung des Platzes beitragen. Der Stellplatzbedarf für Kunden, Hotelgäste und Anwohner soll künftig durch eine Tiefgarage unter dem Gebäude gedeckt werden. Das beauftragte Planungsbüro Auer Weber war bereits an der Planung der Germeringer Stadthalle beteiligt. Die Planungsberechtigten der „City Galerie“ – die Firma Edeka – waren laut Investor bisher nicht bereit die beiden Bauvorhaben miteinander abzustimmen, um eine gesteigerte Magnetwirkung der Gesamtfläche zu erzielen. 

Claudia Becker

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