Corona-Effekt in der Onkologie

Weltkrebstag am 4. Februar: Klinik appelliert, Vorsorge nicht schleifen zu lassen

Chefarzt Dr. Selgrad, Dr. Petra Seufert und Dr. Florian Edrich sitzen an einem Computer und tragen FFP2-Masken.
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Chefarzt Dr. Selgrad mit seinen auf Onkologie spezialisierten Kollegen Dr. Petra Seufert und Dr. Florian Edrich.

Fürstenfeldbruck – Den 4. Februar jeden Jahres hat die WHO zum Weltkrebstag erklärt. Das Ziel: Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein rücken. Auch das Klinikum Fürstenfeldbruck bietet bei Krebserkrankungen eine umfassende und wohnortnahe Versorgung.

Rund 500.000 Menschen erkranken laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ jährlich in Deutschland an Krebs. Doch bei vielen Tumorarten bestehen inzwischen gute Chancen auf dauerhafte Heilung, da sich die diagnostischen Verfahren und medikamentösen Therapien immer weiter verbessern.

Das A&O bei der Bekämpfung von Krebserkrankungen sind jedoch nach wie vor die persönliche Prävention sowie die Früherkennung. Letztere scheint 2020 etwas auf der Strecke geblieben zu sein – ein Phänomen, das mittlerweile sogar als „Corona“-Effekt in der Onkologie“ bekannt geworden ist. Verzögerungen bei der Diagnose oder aufgeschobene Therapien können jedoch den Behandlungserfolg verringern und die Mortalität erhöhen. „Wir appellieren daher an alle Mitbürger, auch in Corona-Zeiten ihre Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig wahrzunehmen“, sagt Michael Selgrad, Chefarzt der Abteilung Gastroenterologie und Onkologie am Klinikum Fürstenfeldbruck.

„Als Akademisches Lehrkrankenhaus der medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) erfüllt das Klinikum Fürstenfeldbruck höchste Qualitätsstandards bei der Diagnostik und Behandlung von Krebserkrankungen“, ergänzt Selgrad. „Die Mitgliedschaft im Tumorzentrum München ist für uns ebenfalls wichtig, um bei den Erkenntnissen der onkologischen Spitzenmedizin immer auf dem Laufenden zu bleiben.“

Patienten bleiben zusätzliche belastende Wege erspart

Unabhängig davon, ob jemand bereits mit der Diagnose Krebs oder aber mit unspezifischen Beschwerden in die Fachabteilung kommt, startet damit ein strukturierter Behandlungspfad nach aktuellen Leitlinien. Dabei können alle erforderlichen Untersuchungen, Operationen und weitere Therapien unter dem Dach des Klinikums angeboten werden, wodurch den Patienten zusätzlich belastende Wege erspart bleiben.

Der technisch neueste Stand wird zudem durch regelmäßige Investitionen in innovative Geräte, etwa für Bildgebungsverfahren, sichergestellt. So wurde Ende 2019 ein modernes Angiographie-System angeschafft. Dank seiner Bildqualität können Untersuchungen bei vergleichsweise niedriger Kontrastmitteldosierung sehr belastungsarm für die Patienten durchgeführt werden. Es wird auch in der minimalinvasiven Tumortherapie, die alternativ oder ergänzend zu einer Operation, Chemo- oder Strahlentherapie bei Krebserkrankungen in Frage kommt, seitdem mit sehr guten Ergebnissen eingesetzt.

Trotz allem dürfe man auch diesen Aspekt nicht vergessen: Rund 40 Prozent der Krebserkrankungen lassen sich durch einen gesunden Lebensstil mit abwechslungsreicher Ernährung, viel Bewegung und Verzicht auf Alkohol und Tabak verhindern.

red

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