Wende beim vermeintlichen Familiendrama

Olchinger ist dringend Tatverdächtiger im Dreifachmord in Starnberg - Waffenarsenal gefunden

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Beim 19-jährigen, dringenden Tatverdächtigen wurde ein ganzes Waffenarsenal gefunden.

Das vermeintliche Familiendrama in Starnberg, bei dem in einem Haus ein Sohn und seine Eltern tot aufgefunden wurden, nahm nach zweiwöchiger Ermittlung eine Wendung. Nun gilt ein 19-Jähriger Olchinger als dringend Tatverdächtig

Wie berichtet, wurden am Sonntag, 12.01.2020, in Starnberg in deren Anwesen ein Ehepaar und der Sohn mit tödlichen Schussverletzungen aufgefunden. Aufgrund der Auffindesituation ergab sich der Verdacht, dass der 21-Jährige seine Eltern und anschließend sich selbst getötet hatte. Im Tatanwesen stellten die Ermittler der Kripo Fürstenfeldbruck zwei Pistolen als Tatwaffen sicher. Parallel zur Abarbeitung des Tatortes und zur Rekonstruktion des Geschehens im Haus wurden intensive Ermittlungen zur Herkunft der Waffen geführt, für die keine waffenrechtliche Erlaubnis vorlag.

19-Jähriger aus Olching gilt als dringend tatverdächtig

Aufgrund von Zeugenaussagen im Umfeld des Ausbildungsbetriebes des 21-Jährigen, der eine Lehre als Büchsenmacher absolvierte, geriet ein 19-jähriger Bekannter ins Visier der Beamten. Es bestand der konkrete Verdacht, dass er illegale Waffen des 21-Jährigen aufbewahrt. Am Morgen des Donnerstags, 23. Januar, wurde aufgrund richterlichen Beschlusses seine Wohnung in Olching durchsucht.

Ganzes Waffenarsenal in Olching gefunden

Tatsächlich wurde bei der Durchsuchung im Dachgeschoss des Wohnhauses ein ganzes Waffenarsenal, darunter auch Kriegswaffen bzw. Stoffe, die zur Herstellung von Sprengstoff dienen können, sowie Munition aufgefunden. Mit Unterstützung von Sprengstoffexperten des Bayerischen Landeskriminalamtes wurden sämtliche Gegenstände sichergestellt und werden derzeit entsprechenden Untersuchungen unterzogen.

18-Jähriger Bekannter ebenfalls festgenommen

Der 19-Jährige sowie ein in der Wohnung anwesender 18-jähriger Bekannter wurden wegen des Verdachts eines Verstoßes nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz bzw. Sprengstoffgesetz vorläufig festgenommen und zur Polizeidienststelle verbracht.

Auffindesituation am Tatort war gestellt

Im weiteren Verlauf erlangten die Ermittler neue Erkenntnisse zum Tatgeschehen in Starnberg. Der 19-Jährige schilderte den Ermittlern, dass er zunächst seinen Bekannten und dann die Eltern erschossen habe. Abschließend sorgte er für eine Auffindesituation, die den 21-Jährigen als Täter erscheinen ließ. Die detaillierte Schilderung und ein inzwischen wiederhergestelltes Handy-Video zum Tatgeschehen, das der 19-Jährige selbst drehte, belegen dieses Eingeständnis. Der im Rahmen der Wohnungsdurchsuchung festgenommene 18-Jährige hatte seinen Bekannten zum Tatanwesen gefahren und nach der Tat wieder abgeholt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zu Tathergang und Motivlage dauern an.

Haftbefehl erlassen, Untersuchungshaft angeordnet

Die Staatsanwaltschaft München II stellte Haftantrag wegen Mordes bzw. Beihilfe dazu sowie Verbrechens im Sinne des Kriegswaffenkontrollgesetzes gegen die Beschuldigten. Die heutige Vorführung beim Haftrichter am AG München ist erfolgt. Haftbefehl wurde jeweils erlassen und Untersuchungshaft angeordnet.

Hier der Link zur ersten Polizeimeldung des Falles:

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