Werkstatt-Insel zu Gast in Maisach - Veranstalterin Lydia Kafka-Hilgart mit einer Vierergruppe in der Galerie Ameise

Motiv aus Umbrien, Acryl auf Leinwand, von Lydia Kafka. Alle Fotos: Günter Schäftlein

Nur zeitlich begrenzt boten Lydia Kafka, Tochter Pamela und Ehemann Robert Hilgart sowie Simone Ari vom Förderverein Olching eine „kleine, aber feine“ Ausstellung in Malerei, Fotografie, Skulpturen, Licht- und Treibholzobjekten in der Alten Brucker Straße 4 an.

Die Werkstatt-Insel-Inhaberin Lydia Kafka selbst brachte dabei eine Reihe von Tonarbeiten zum Vorschein: In der Grundversion erarbeitet auf einer Kunstreise durch Umbrien/Italien. Ihre Keramiken wurden anschließend des besonderen Effekts wegen beim Olchinger Rakubrand-Spezialisten Hans Peter nachveredelt. Lydia Kafka, eigentlich als Speckstein-/ Schmuckgestalterin und Kunstpädagogin bekannt, sieht in der so gut formbaren Materie Ton erneut eine großartige Möglichkeit, Innigkeit wie in ihren Klimt-Figuren auszudrücken. Daß sie dabei das Malen nicht vernachlässigt, zeigte sie mit einem sehr farbigen Motiv aus Umbrien (in Acryl aus Leinwand) und einem erheiternden, zweiteiligen Möwen-Motiv („Begegnung am Morgen“, Acryl/gespachtelt auf Leinwand). Tochter Pamela, mit 15 Jahren noch sehr jung, Gymnasiastin, lässt in ihren Fotografien aus dem griechischen Künstlerort Afionas/Korfu, aber auch aus heimischen Sonnenuntergängen und ihrem Selbstporträt die Begabung für einen beruflichen Weg erkennen. Robert Hilgart legte seine Ausstellungsbeiträge auf den Grundstoff „Holz“ (frisch oder alt, aber immer aus der Natur) fest. Er entdeckte daraus ebenso praktische wie aesthetisch schöne Gestaltungen in Verbindung mit Lichtquellen: Wohnlich-angenehme Lichtobjekte, egal, ob aus einfachem Rindenabfall oder Schwemmholz oder einer umgedrehten Olivenwurzel. Sein Gesteck aus lediglich dünnen Ästen wirkt weder langweilig noch konstruiert. ‚Die vierte Kraft’ in der Galerie Ameise war an diesem Wochenende Simone Ari. Die junge Frau ist eigentlich auf ausdrucksstarke Porträts spezialisiert, die sie in Pastell oder Öl auf Velour, Holz oder gelegentlich auch Leinwand malt. Ein gutes Beispiel für ihre sichere Gestaltung in einem schwierigen Part - das menschlich Antlitz - zeigt sich beim Bild ihres 13jährigen Sohnes Viliam, aber auch bei ihrem Selbstporträt. Daß sie aber auch vereinfachend abstrahieren kann, beweist sie in der Phantasie-Ansicht „Tokio“, einer Acryl-Wellpappe-Collage.

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