Pergola, Barfußpfad und Blühwiesen

Westpark in Fürstenfeldbruck soll stadtplanerisch aufgewertet werden

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Mit der Neugestaltung des Westparks soll eine wichtige Grünflächen-Nahversorgung für Anwohner geschaffen werden.

Fürstenfeldbruck – Einstimmig beschloss der Planungs- und Bauausschuss vor sieben Jahren die Schaffung des Westparks. Nun hat die Verwaltung zwei Konzeptvarianten ausgearbeitet.

Die Planungen standen unter dem Motto „Park der Sinne und Natur“.

Konkret geht es um 3.671 Quadratmeter planbarer Grünfläche zwischen Ettenhofer- und Cerveteristraße. Hinzu kommen knapp 6.500 Quadratmeter, die als Ausgleichsfläche vorgehalten werden. Kernaspekte der Planungen für das Areal gegenüber des Montessori-Kinderhauses waren vor allem die Vervollständigung des Grüngürtels zwischen Amper und Rothschwaiger Forst, die Errichtung von Spiel- und Sportmöglichkeiten sowie eine erhöhte Aufenthaltsqualität.

Entwurf 1: Pergola als Zentrum

Der erste Entwurf orientiert sich inhaltlich hauptsächlich an der Verknüpfung des Grüngürtels von der Amper über den Geisinger Steig in den Brucker Westen. Dabei wurde besonders auf den Übergang des engen Straßengrünzuges zur freien Landschaft geachtet. Wobei sich der Westpark fächerartig mit unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten in Richtung des Rothschwaiger Forstes öffnet. Dazu gehören Spielwiesen, eine Sportfläche, Sandkasten und Barfußpfad. Zentrales Element dieser Variante ist ein Platz mit Pergola, der mit schattigen Plätzen zum Verweilen einladen soll. Blühwiesen und hohe Graspflanzungen, welche mit Bäumen und Sträuchern durchsetzt sind, bilden das räumliche Gerüst des Parks.

Entwurf 2: Alle Sinnen bedienen

Die Idee hinter dem zweiten Planungsentwurf war, das Motto der Sinne zu bedienen. Je Sinn wurde ein Ort geschaffen, die mit kleinen Wegen verknüpft werden und dazu einladen sollen, vom Hauptweg abzuschweifen und auf Erkundungstour zu gehen. So macht etwa eine Sonnenuhr die Zeit sichtbar und eine Pergola mit Windspiel soll den Fokus auf das Gehör setzen. Auch hier sind wie im ersten Entwurf eine Sportanlage, Sandkasten, Spielwiese und viele Sitzmöglichkeiten vorgesehen.

Variante 1 etwas billiger

Laut Landschaftsplanerin Kathrin Zifreund von der Stadtverwaltung bildet der Park in dieser Variante ein kraftvolles Gegengewicht zur umliegenden Bebauung, erfordert jedoch aufgrund seiner vielfältigen Orte und Erkundungsmöglichkeiten eine stärkere Gestaltung und hat auch eine höhere Versiegelung zur Folge. Die geschätzten Kosten würden sich inklusive aller Spiel- und Sportgeräte auf knapp 200.000 Euro belaufen, Variante eins käme rund 40.000 Euro günstiger.

Erster Entwurf überzeugt mehr

Aus Sicht der Verwaltung erscheint der erste Entwurf am überzeugendsten. Dieser zeichnet sich vor allem durch einen hohen Grad der Verzahnung von Natur und Park aus, in dem die Ausgleichsflächen wie selbstverständlich in die Parkgestaltung integriert werden. Außerdem wird durch die Verwendung von Sträuchern und Blühwiesen ein zusätzlicher Beitrag zur Biodiversität geleistet. Auch biete die lockere Gestaltung dieser Variante Raum für eine große Bandbreite an Nutzergruppen.

Wann gestartet werden kann, ist unbekannt

Ob heuer jedoch noch wie geplant mit der Ausschreibung begonnen werden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt völlig unklar. Zwar wurden für das laufende Haushaltsjahr bereits 70.000 Euro für das Projekt bereitgestellt, allerdings muss sich der Stadtrat zuvor noch auf einer der nächsten Sitzungen des zuständigen Fachausschusses für eine der beiden Varianten entscheiden.

Peter Fischer

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