Germeringer Hallenbad wird saniert

In die Jahre gekommen

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Für das Germeringer Hallenbad liegen nun drei Entwürfe vor. Der Stadtrat wird entscheiden.

Ja, das Germeringer Hallenbad ist in die Jahre gekommen. Generationen von Germeringern haben hier Schwimmen gelernt. Gerade im Winter ist das Bad Anziehungspunkt für viele Familien. Nun wurden die Entwürfe für den Umbau und die Sanierung vorgestellt.

Am vergangenen Dienstag wurden die Entwürfe erstmals vorgestellt. Ein Termin für die Bürger ist am 4. Oktober.

Das Hallenbad in Germering hat schon viele Generationen kommen und gehen sehen. Viele Kinder haben hier ihre ersten Schwimmversuche unternommen und an diversen Schwimmkursen teilgenommen. Das Bad selbst verfügt über ein Sport- und ein Mehrzweckbecken. Das aber reicht nicht mehr aus, die Ansprüche an ein Hallenbad haben sich geändert. Aus diesem Grund wurde ein europaweiter Realisierungswettbewerb zum Anbau eines Lehr- und Multifunktionsbeckens sowie eines Eltern-Kind-Bereiches ausgeschrieben. 14 Büros haben sich dafür beworben, zehn kamen in die engere Auswahl, drei dieser Entwürfe können nun im Foyer der Stadtwerke Germering genauer unter die Lupe genommen werden. Sie wurden wurden am vergangenen Dienstag vorgestellt. Den Zuschlag für die Realisierung bekam vorerst ein Architekturbüro aus München. Dieser Entwurf konnte sich gegen zwei weitere aus Stuttgart durchsetzen. Der Stadtrat wird in Kürze darüber diskutieren, denn viele Details müssen noch geklärt werden. Dann erst wird eine Empfehlung ausgesprochen, die zur finalen Entscheidung führt. 

Lichtdurchflutet 

Dem Hallenbad soll laut dem Siegerentwurf der Architektin Anne Hugues seine ursprüngliche klare Struktur zurückgegeben werden. Schon der Eingangsbreich soll wesentlich einladender werden. Lichtdurchflutet und großzügig gestaltet betritt man dann das Foyer mit Kasse und Shop. Hinzukommen soll vor allem aber ein neues Lehr- und Multifunktionsbecken sowie ein großzügig und freundlich gestalteter Eltern-Kind-Bereich. Jedes Areal soll für sich stehen und optimal auf die Bedürfnisse abgestimmt sein. Verschiedene Ebenen sollen die Bereiche auch visuell abtrennen und die Übersicht für das Personal verbessert werden. In erster Linie möchte man natürlich erreichen, dass das neue Hallenbad von allen Gästen gut angenommen wird. Das letzte Wort sei hierbei noch nicht gesprochen, sind sich die Verantwortlichen im Stadtrat einig. Zwar sei man mit der jetzigen Idee schon ein ganzes Stück weiter, aber es gebe noch einige Lösungen, die erst gefunden werden müssen. Den wohl größten Einfluss auf die Optik und Funktionalität des Hallenbades hat das neue Lehrschwimmbecken. Das alte, das in der Turnhalle an der Wittelsbacherstraße untergebracht war, gibt es seit Anfang der Sommerferien nicht mehr. Deswegen sei man um eine möglichst schnelle Realisierung bemüht, erklärte der dritte Bürgermeister der Stadt Germering, Helmut Ankenbrand. 

Innen und außen 

Architektin Anne Hugues freut sich nun auf die Umsetzung ihres Entwurfes. Mehr Licht möchte sie ins Hallenbad bringen und den Garten noch erlebbarer machen.

Nicht nur die Schwimmbecken und der neue Eltern-Kind-Bereich sollen im Bezug zueinander stehen, auch der Innen- und Außenbereich soll allen Ansprüchen entsprechen. Man möchte erreichen, dass sich die Badegäste hier ohne Orientierungsschwierigkeiten bewegen und zurechtfinden. Eine Klare Raumordnung soll hierzu beitragen. Der Weg in den Garten führt durch eine einfache Caféteria mit Ausgaben auf eine West- und Ostterrasse. Gegenüber des Familienbereichs soll die Zone mit den Whirlpools erweitert werden und eine kleine Wellnesslandschaft mit Ruhezonen erstreckt sich zu einem zweigeschossigen Wintergarten. Für noch mehr Licht sorgt die Leichtbauweise der Hallendächer. Nicht gefordert aber dennoch in der Diskussion steht auch der Freibereich zum angrenzenden Sportplatz. Hier wird sich der Stadtrat noch besprechen und dann eine Entscheidung treffen. Viel haben sich die Verantworlichen vorgenommen. Denn natürlich möchte man gewährleisten, dass der Badebetrieb auch wäährend der Umbauarbeiten ganz normal vonstatten gehen kann. Entschiden werden soll noch in diesem Jahr. Mit dem Beginn der Bauarbeiten wird allerdings nicht vor Sommer 2018 gerechnet. Auch könne man zu den anfallenden Kosten, bevor man sich nicht über alles einige geworden sei, noch nichts sagen. Wer sich selbst ein Bild des neuen Hallenbades machen möchte, der hat am Mittwoch, 4. Oktober, die Gelegenheit dazu. Dann nämlich werden die Entwürfe der Öffentlichkeit präsentiert. Dritter Bürgermeister Helmut Ankenbrand, Stadtbaumeister Jürgen Thum und Werkleiter der Stadtwerke Roland Schmid berichten in der Zeit von 18 bis 19.30 Uhr im Foyer der Stadtwerke, Bärenweg 13, ausführlich über die Entwürfe.

Sebastian Essberger

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