Wettlauf zum Südpol - Hauptmann Dennis Lehnert schafft die Qualifikation für das ZDF-Team

Hauptmann Dennis Lehnert. Foto: Jens Hartmann ZDF

Hauptmann Dennis Lehnert, Hörsaalleiter an der Offizierschule der Luftwaffe (OSLw) in Fürstenfeldbruck, hat es tatsächlich geschafft: Er komplettiert zusammen mit der Marathonläuferin Claudia Beitsch das ZDF-Team um dem Moderator Markus Lanz und dem Extremsportler Joey Kelly, das Mitte Dezember 2010 gegen ein österreichisches Team mit der Skilegende Hermann Maier als Teamleiter im Wettlauf zum Südpol antreten wird.

Erst kurz vor Bewerbungsschluss hat sich der 30-jährige Zeitsoldat und Triathlet beworben. „Ich wollte das einfach ausprobieren.“ Eher durch Zufall blieb er beim Fernsehen bei einem Beitrag über die Antarktisexpedition „Wettlauf zum Südpol - Deutschland gegen Österreich“ hängen und wurde so gerade noch rechtzeitig auf dieses Abenteuer aufmerksam. Der Weg in das deutsche Expeditionsteam war nicht einfach: 1200 weitere Abenteurer hatten sich neben Lehnert für den Wettlauf zum Südpol noch beworben. Am Ende blieben nach diversen Ausdauer- und Belastungstests in der dritten Stufe des Auswahlverfahrens noch zehn Kandidaten (fünf Frauen und fünf Männer) übrig, die sich bei einem zweitägigen Gletschercamp am Kitzsteinhorn in Österreich einen harten, aber fairen Kampf um die begehrten beiden Plätze im deutschen Team lieferten. Die Freude dabei zu sein, war riesig. „Ich habe wirklich nicht damit gerechnet, dass es tatsächlich klappt.“ Schließlich überzeugte Lehnert durch Teamgeist, Ehrgeiz und nicht zuletzt durch seine physische Fitness. Dass er der Richtige ist, davon ist auch Teamleiter Lanz überzeugt. „Dennis ist ein richtiger Modellathlet. Wenn es richtig hart wird, dann kann er Reserven hervorzaubern, die andere einfach nicht haben.“ Auf die Teams warten Temperaturen bis zu minus 40 Grad, extrem trockene Luft bei einer Höhe von bis zu 3000 Metern und Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern. Um sich professionell auf dieses Abenteuer vorzubereiten, gehen beide Teams Anfang November in ein einwöchiges Trainingscamp nach Norwegen. Bis dahin will sich Lehnert vor allem mit Rad fahren und Märschen die nötige Ausdauer holen und sein „Kampfgewicht“ erhöhen. „So um die sechs bis sieben Kilo muss ich zunehmen, damit ich ein paar Fettreserven habe.“ Ab Mitte Dezember wird es dann ernst: Auf den Spuren des Norwegers Roald Amundsen und des britischen Marineoffiziers Robert Falcon Scott müssen die beiden Viererteams in 15 Tagen einen 400 Kilometer langen Streckenabschnitt zum Südpol zurücklegen, ausgestattet nur mit Schlitten, auf denen alles Lebensnotwendige verstaut ist und die sie noch selbst ziehen müssen. Begleitet werden die Teams während des Wettlaufs von einem Expeditionsexperten und einem Arzt. Der „Wettlauf zum Südpol“ wird im kommenden Jahr ab März im ZDF in einer fünfteiligen Dokumentarreihe ausgestrahlt. Oberstabsfeldwebel Karlheinz Schad Offizierschule der Luftwaffe

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