Rückkehr zur Normalität?

Wie kulturelle Einrichtungen der Stadt nach dem Lockdown-Ende planen

Während Museum und Bibliothek weiterhin auf Online-Angebote setzen, plant das Veranstaltungsforum fleißig Konzerte und Kabarett mit Hygienekonzept.
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Während Museum und Bibliothek weiterhin auf Online-Angebote setzen wollen, plant das Veranstaltungsforum fleißig Konzerte und Kabarett mit Hygienekonzept.

Fürstenfeldbruck – Trotz des Pandemiegeschehens und der zeitweisen Schließungen blicken die Verantwortlichen verhalten optimistisch in die Zukunft. Doch wie überbrückte man die Lockdowns und welche Konsequenzen wurden gezogen? Werkleiter Norbert Leinweber vom Veranstaltungsforum, Museumsleiterin Barbara Kink und Diana Rupprecht, Leiterin der Stadtbibliothek, gaben dem Kultur- und Werkausschuss Auskunft.

Der Jahresbeginn war bei allen drei Einrichtungen von Kurzarbeit und Lockdown geprägt. Mittlerweile sind wieder Besuche und Präsenzveranstaltungen unter bestimmten Auflagen erlaubt, allerdings werden digitale Angebote, die während der Schließungen erarbeitet wurden, auch weiterhin Bestand haben.

Überbrückt habe man die Zeit der Schließungen mit Online-Veranstaltungen und dem „sehr gut genutzten Abholservice für Medien“, berichtet Rupprecht. Zwar freue sie sich sehr, dass „endlich wieder Leben“ in den Räumen der Stadtbibliothek herrscht, aber man werde die Ausstattung für Online-Veranstaltungen erweitern, um zukünftig nicht nur Veranstaltungen in Präsenz, sondern in hybrider Form anbieten zu können. Entsprechend werde man Veranstaltungskonzepte weiterentwickeln. Die Bibliotheksleiterin denkt dabei an Formate wie politische Vorträge und Diskussionen, Erzählcafés oder Workshops zur Vermittlung digitaler Kompetenzen. Die hierfür benötigten Anschaffungen werden durch ein von der Bundesregierung aufgelegtes Förderprogramm mit 90 Prozent bezuschusst.

Ausstellung „Frau darf… 100 Jahre Künstlerinnen in der Akademie“

Auch Museumsleiterin Barbara Kink will die Online-Präsenz, welche gerade in den Lockdown-Zeiten immens wichtig geworden sei, weiter ausbauen. Ein gelungenes Novum sei die digitale Eröffnung der Ausstellung „Frau darf… 100 Jahre Künstlerinnen in der Akademie“ gewesen. Ebenso wurden die kurzen virtuellen Rundgänge durch die Ausstellungen gut angenommen. Dabei müsse man aber „eine eigene Strategie entwickeln und entscheiden, was und wie viel über das digitale Netzwerk vermittelt wird. Schließlich soll das virtuelle Angebot ja nicht den persönlichen Museumsbesuch ersetzen“, sondern Neugier und Interesse wecken. Um auch das jüngere Publikum anzusprechen, werde man verstärkt soziale Medien wie Facebook und Instagram bedienen.

Etwas anders sieht es beim Veranstaltungsforum aus. Hier befinden sich noch alle Mitarbeiter in Kurzarbeit, jedoch würden diese seit April sukzessive reduziert, erklärt Leinweber. Dies gehe „mit der allmählichen Betriebsaufnahme und den damit verbundenen Erfordernissen einher.“ Mit dem Fürstenfelder Klaviersommer ist wieder „das Kulturleben in unser Haus zurückgekehrt“, freut sich der Werkleiter. Der Neustart sei gelungen, die aktuellen Planungen sehen ein vielfältiges Angebot samt Kinosommer und Open-Air-Festival vor. Grundsätzlich gelte es jedoch stets die aktuellen Vorgaben zu beachten und Kapazitäten gegebenenfalls anzupassen. Deshalb habe man für Besucher auf der Homepage den Menüpunkt „Corona Informationen“ hinzugefügt. Hier finden sich alle Informationen zu Verschiebungen und Kartenumtausch sowie den Hygienemaßnahmen.

Fischer

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