Cordobar wieder für Jugend da

Wiedereröffnung der Cordobar mit Hygienekonzept: Abstand und Aufsicht

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Erwin Zißelsberger (links) freut sich, die Cordobar für Jugendliche wieder öffnen zu dürfen.

Germering – Im Rahmen der Lockerungen der Corona-Richtlinien öffnet die städtische Jugendbegegnungsstätte Cordobar am 15. Juni wieder.

Seit Anfang März hat das Team der Jugendbegegnungsstätte Cordobar ungewohnte Aufgaben: die Unterstützung der Germeringer Tafel, Einkaufengehen für die Nachbarschaftshilfe, Masken nähen. Am nächsten an der sonst üblichen pädagogischen Arbeit ist die Betreuung einer Beratungsnummer für Kinder, Jugendliche und Eltern, die auch oder gerade in der Coronakrise ein Gespräch suchen. Doch Telefonieren ersetzt nicht den persönlichen Kontakt und vor allem nicht den Raum, der den Jugendlichen sonst zur Verfügung steht. Ab Montag, 15. Juni, kann die Jugendbegegnungsstätte nun endlich wieder öffnen – natürlich unter Auflagen.

Abstand, Masken und Aufsicht

Für die Wiedereröffnung wurde ein ausführliches Hygienekonzept erarbeitet, das unter anderem die Beschränkung der Besucherzahlen auf maximal 20 vorsieht. Kontrolliert wird das durch die Ausgabe von „Eintrittskarten“ gegen Pfand (Ausweis, Schlüssel oder Ähnliches), dabei werden Name, Adresse und Telefonnummer registriert und vier Wochen lang aufbewahrt. Im Gebäude herrscht Maskenpflicht; wer keine Maske hat, kann gegen Pfand eine ausleihen. Desinfektionsmittel steht bereit, Sitzgelegenheiten sind auseinandergeschoben, Piktogramme und Bodenmarkierungen weisen auf Abstands- und Hygieneregeln hin. „Wir behalten uns vor, unseren Jugendlichen ein temporäres Hausverbot zu erteilen, sollten diese Regeln nicht eingehalten werden“, erklärt Erwin Zißelsberger, der Leiter der Cordobar. Das bringt auch Veränderungen im pädagogischen Konzept mit sich: „Normalerweise sind wir nicht durchgehend in allen Räumen präsent, um unseren Besuchern etwas Freiraum zu lassen – jetzt können nur noch Räume genutzt werden, die von unserem Team pausenlos beaufsichtigt werden.“

Desinfizieren nimmt Zeit in Anspruch

Die Arbeit ist also nicht wieder wie früher, immerhin nimmt auch das ständige Desinfizieren von Türklinken, Tischtennisschlägern und Playstation-Controllern seine Zeit in Anspruch. Auch ist noch nicht absehbar, wie viele Jugendliche das Angebot trotz der strengen Auflagen nutzen werden. Aber: „Wer zu uns kommen möchte, um zu reden, mit Abstand Freunde zu treffen oder mal wieder Billard zu spielen, kann das nun tun. Und wir freuen uns wirklich, endlich wieder Leben in der Bude zu haben“, so Zißelsberger. Auch Outdoor-Aktivitäten beispielsweise im Rahmen des JBS-Aktiv-Programms können nun zum Teil wieder stattfinden; das Haus ist zu den vor Corona üblichen Zeiten geöffnet. 

Beratungsnummer weiter aktiv

Wer aber lieber weiterhin Abstand wahrt, kann nach wie vor die Beratungsnummer wählen.

red

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