Germeringer Polizei zeigt sich bestürzt

Wildernder Hund reißt tragendes Reh - Besitzer hatten keine Leine dabei

Das Reh, welches von einem unangeleinten Hund gerissen wurde, war tragischerweise auch noch mit zwei Kitzen schwanger.
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Das Reh, welches von einem unangeleinten Hund gerissen wurde, war tragischerweise auch noch mit zwei Kitzen schwanger.

Germering - Ein wildernder Hund riss am Sonntag, 2. Mai, ein Rehgeiß in einem Waldweg in der Nähe des Starnberger Weges am Stadtrand von Germering.  Die Germeringer Polizei appelliert deshalb an alle Hundebesitzer, ihre Tiere gerade im Frühjahr in Waldgebieten an die Leine zu nehmen.

Eine empörte Zeugin, die mit ihrer Familie spazieren war, verständigte gegen 13.30 Uhr die Germeringer Polizei und teilte mit, dass ein freilaufender Mischlingshund ein Reh im Wald gehetzt und anschließend mehrfach gebissen habe. Polizei-Vize Andreas Ruch schildert den Vorfall wie folgt: „Die Zeugin und ihre drei Familienmitglieder schrien aus Leibeskräften bis der Hund schließlich von dem Reh abließ, er kam zunächst auf die Familie zu und rannte dann in Richtung Parkplatz gegenüber dem Wertstoffhof.“

Die als am Starnberger Weg eingetroffene Streife fand das schwer verletzte Reh im Wald auf und erlöste es. Die Hundebesitzer, ein Ehepaar aus Germering, das mit zwei nicht angeleinten großen Mischlings-Hunden unterwegs war, wurde von einer weiteren Streife am Parkplatz in Empfang genommen. Beide wurden als Betroffene einer Ordnungswidrigkeit gem. Art. 56/II/9 Bayerisches Jagdgesetz belehrt,  wonach es verboten ist, Hunde in einem Jagdrevier unbeaufsichtigt frei laufen zu lassen.

Die Eheleute gaben an, gar keine Leinen dabei zu haben. Beide waren nach entsprechendem Vorhalt sichtlich überrascht und auch betroffen über das Verhalten ihres wildernden Hundes. Der zuständige Jagdpächter wurde zwischenzeitlich verständigt und stellte kurze Zeit später fest, dass das Rehgeiß tragend mit zwei Rehkitzen gewesen war.

Appell an Hundebesitzer

„Gerade in der Frühlingszeit ist es absolut unverantwortlich Hunde im Wald unbeaufsichtigt frei laufen zu lassen, zumal das Wild aufgrund der in Coronazeiten vielfältigen und wesentlich stärker ausgeprägten Freizeitaktivitäten der Bevölkerung immer schwerer Ruhe-und Rückzugsmöglichkeiten findet“, sagt Ruch.

pi

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