Windkraft-Infoveranstaltung - Mittelfristig sechs bis acht Windkraftanlagen geplant

Brucks Oberbürgermeister Sepp Kellerer konnte auch Bernhard Schulze als Referent für die Infoveranstaltung gewinnen. - Foto: Hans Kürzl

Zwei Standorte für Windkrafträder haben die Stadtwerke Fürstenfeldbruck bereits fest im Auge: auf dem Gebiet von Alling und in Eitelsried. Auch die Gemeinde Moorenweis habe in der Standortfrage Interesse gezeigt, jedoch noch keine Rückmeldung gegeben. Dies erklärte Geschäftsführer Karl Heinz Schönenborn auf einer Informationsveranstaltung im Brucker Ortsteil Aich. Daran nahm auch Brucks Oberbürgermeister Sepp Kellerer teil.

Dieser hatte von einer Aufbruchstimmung gesprochen, die sich nach Fukushima ergeben habe. Von Seiten der Stadt Fürstenfeldbruck habe man aber bereits vorher die Zeichen der Zeit erkannt und auf alternative Energien gesetzt. „Die Windkraft ist ein Faktor, den man nicht wegdiskutieren kann“, sagte Kellerer, der auf die gute Zusammenarbeit zwischen Kommune und Stadtwerken verwies. Bernhard Schulze, Bürgermeister von Oberschweinbach und bei der Veranstaltung als weiterer Vertreter der Stadtwerke anwesend, informierte darüber, dass lokale Windverhältnisse entscheidend seien. Interessant seien Windstärken von vier bis sechs, die in Höhe von 140 Metern gemessen werden. Der nordöstliche Teil des Landkreises sei laut bayerischem Windatlas in dieser Beziehung besser geeignet wie der der südwestliche. Allerdings spiele auch die Dichte der Besiedlung bei der Aufstellung von Windkraftanlagen. Schulze räumte auch ein, dass vor allem die Emissionen bei den Gegnern von Windkraftanlagen eine Rolle spielen würden. Allerdings sei die Lärmentwicklung einer solchen Anlage nicht höher als 45 Dezibel. Diese entsteht in den 500 Metern Entfernung vom Standort der Anlage, die für ein allgemeines Wohngebiet wie Aich als Richtwert gelten. Schulze gab an, dies entspreche der Geräuschentwicklung eines Kühlschranks. Und Oberbürgermeister Kellerer sagte den Bürgern von Aich zu, über den Mindestabstand hinauszugehen. Mittelfristig erhoffen sich die Stadtwerke in ihrem Verbreitungsgebiet, zu dem nicht nur Kommunen des Landkreises gehören, durch die Windkraft einen Eigen-Versorgungsanteil von 20 bis 25 Prozent. „Das wären sechs bis acht Windkrafträder“, beantwortete Schönenborn hartnäckige Fragen der Aicher Bürger. Die äußerten durchaus energisch auch ihre Sorgen zu Wertminderung von Grundstücken oder Lärmentwicklung. Ein Aicher schlug vor, über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen die Lärmentwicklung von Windkraftanlagen zu simulieren. So könne man ein genaueres Urteil abgeben. Eine Entscheidung dazu gab es in der Informationsveranstaltung nicht. Stadtwerke Geschäftsführer Schönenborn sagte aber zu: „Wir werden die Sorgen und Vorschläge jedes einzelnen Bürgers ernst nehmen.“

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