Kein leichtes Projekt, aber ein Meilenstein für die Stadtwerke FFB –  Strom für 2000 Haushalte 

Spatenstich für das erste Windrad im Landkreis Fürstenfeldbruck 

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 (v.li.): Bernhard Schulze (technischer Leiter Stadtwerke), Karlheinz Stoklossa (Werksreferent Stadtwerke), Karl-Heinz Schönenborn (Geschäftsführer Stadtwerke), Mammendorfs Bürgermeister Johann Thurner, Oberbürgermeister Fürstenfeldbruck Sepp Kellerer, Landrat Thomas Karmasin, Günter Beermann (Planungsbüro) und Franz Hochstatter (technischer Bereichsleiter Stadtwerke).

Mammendorf - Der Landkreis Fürstenfeldbruck bekommt noch dieses Jahr sein erstes Windrad. Die Anlage soll sechs Millionen Kilowattstunden pro Jahr liefern und wird 2000 Haushalte mit Strom versorgen. Zum Spatenstich auf der Baustelle am Waldrand oberhalb des Freizeitgeländes Mammendorf versammelten sich am Montag Vertreter der Beteiligten: der Stadtwerke, der Stadt Fürstenfeldbruck, der Gemeinde Mammendorf, vom Planungsbüro und auch einige interessierte Bürger waren gekommen. 

 Der Geschäftsführer der Stadtwerke Fürstenfeldbruck, Karl-Heinz Schönenborn, dankte Fürstenfeldbrucks Oberbürgermeister Sepp Kellerer, Landrat Thomas Karmasin und Mammendorfs Bürgermeister Johann Thurner, dass sie sich von Anfang an so vehement für die Windräder eingesetzt hätten. Das Planungsverfahren sei mit vielen schwierigen Einzelproblemen verbunden gewesen, sagte Schönenborn. „Es war kein leichtes Projekt, aber es ist ein Meilenstein für die Stadtwerke“. Es freue ihn besonders, so Schönenborn, dass es ein regionales Projekt sei, zusammen mit der Kreisstadt und der Gemeinde Mammendorf. Man habe für diese Windräder bei der Bevölkerung eine breite Unterstützung gefunden. Drei Anlagen seien an diesem Standort geplant und genehmigt. Ende dieses Jahres wird das Windrad den ersten Strom liefern, die beiden anderen sollen so bald wie möglich realisiert werden.

 Oberbürgermeister Sepp Kellerer war in weiser Voraussicht in Gummistiefeln zum Spatenstich in der nassen, lehmigen Erde gekommen und meinte, er wollte damit auch dokumentieren, dass die Planung eine sehr schwere Arbeit gewesen sei. Es seien immer wieder neue Hürden aufgetaucht, vom Rotmilan bis zu Bürgerprotesten. „Wir haben uns der Energiewende nicht erst seit Fukushima gestellt, sondern wesentlich früher“, betonte Kellerer. Man wollte sich nicht auf große Versorger verlassen, sondern um dezentrale Energieerzeugung kümmern. Kellerer plädierte dafür, zukünftige Windräder vernünftig über den ganzen Landkreis zu verteilen. Mammendorfs Bürgermeister Johann Thurner freute sich, dass das Projekt noch zu seiner Amtszeit vollzogen werden konnte. „Ohne den Motor Stadtwerke wären wir nicht so weit gekommen“, lobte Thurner.

 Auch Landrat Thomas Karmasin bestätigte, dass das Projekt viele Hürden habe nehmen müssen, man habe nach geltender Rechtslage entschieden. „Wenn wir große Dinge verändern und bewegen wollen, kann nicht alles so bleiben, wie es ist“, sagte Karmasin.

Dagmar Heininger 

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