Spatenstich für das 2. Windrad im Landkreis

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Symbolischer Spatenstich für das zweite Windrad im Landkreis (v. li.): Franz Hochstatter (Stadtwerke), Enno Steffens (Stadtwerke), Johannes Schnabel (Enercon), Klaus Pleil (OB), Martina Drechsler (stellvertr. Landrätin), Bgm. Hans Seidl,  Günter Beermann (Architekt)

 Maisach – Ein laues Lüftchen wehte über die Felder entlang der Bundestraße zwei (B 2) zwischen Puch und Mammendorf. Ideale Wetterverhältnisse für den Spatenstich für das zweite Windrad im Landkreis Fürstenfeldbruck. Darüber waren sich der Geschäftsführer der Brucker Stadtwerke, Enno Steffens, die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler (CSU), Brucks Oberbürgermeister Klaus Pleil (BBV) und Maisachs Bürgermeister Hans Seidl (CSU) sowie alle geladenen Gäste einig, die sich am Vormittag des 7. Mai auf Malchinger Gebiet zum symbolischen Spatenstich eingefunden hatten.

 „Wir wollen in diesem Jahr das Double schaffen“, spielte ein sichtlich gut gelaunter Stadtwerke-Geschäftsführer dabei auf die verspielten Chancen der Münchner Bayern- Fußballer im Pokalwettbewerb an. „Und auch das Trible ist für uns noch erreichbar“, gibt Steffens die Hoffnung nicht auf, dass sich eines Tages auch noch das dritte geplante Windrad im Landkreis drehen werde. Die Stadtwerke hatten gegen das Pucher Urteil am 19. Januar Berufung eingelegt, nachdem eine gütliche Einigung mit der Kuratie-Kirchenstiftung gescheitert war. 

„Puch will keines, wir wollen eines, eine Annäherung ist unmöglich“, so Steffens. Dennoch werde man alles versuchen, den Standort durchzusetzen. „Das ist heute ein guter Tag für die Energiewende im Landkreis“, sagte Steffens bei der Begrüßung. „Wir sind unserem großen Ziel, unseren Strom eines Tages zu 100 Prozent aus regional regenerativen Energien zu beziehen, einen großen Schritt näher gekommen.“ Steffens dankte allen Beteiligten, den Grundstückseigentümern, den Gesellschaftern, der Gemeinde Maisach und der Kreisstadt. „Nur gemeinsam sind wir stark“, so der Stadtwerke-Geschäftsführer. Nicht nur die Wertschöpfung bleibe in der Region, sondern zugleich investiere man auch in die Zukunft der Kinder. Das zweite Windrad im Landkreis werde ebenfalls vom Windradspezialisten Enercon errichtet. Dabei handelt es sich um ein baugleiches Modell der Anlage bei Mammendorf. 

Auch das zweite Windrad wird nach Abschluss aller Arbeiten eine Gesamthöhe von 186 Metern haben sowie einen Rotordurchmesser von 101 Metern. Die elektrische Leistung soll 3.050 kW erbringen. Beide Anlagen zusammen sind dann in der Lage, etwa 16.000 Menschen, das sind etwa 4.000 Haushalte mit sauberem Strom zu versorgen. Der Bauherr, die WindEnergieAnlage Malching GmbH & Co. KG investiert rund fünf Millionen Euro in das Projekt. Bereits Ende des Jahres soll das Malchinger Windrad ans Netz gehen, um auch für dieses Jahr die staatliche Förderung nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) erhalten zu können. Als einen der wichtigsten regionalen Stromerzeuger bezeichnete die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler die Windenergie. Vor nicht allzu langer Zeit habe man das Mammendorfer Windrad in Betrieb genommen mit dem zweiten Windrad beschreite man nun einen weiteren Weg zur Energiewende. 

Die Politik müsse weiterdenken, vor allem bereit sein, auch für die Energiewende zu werben, sagte Maisachs Bürgermeister Hans Seidl. Die Inbetriebnahme des Mammendorfer Windrades habe in der Bevölkerung schon zu einer Bewusstseinsänderung geführt. „Wir können den Wind nicht ändern, aber den Wind ernten“, wandelte Seidl einen Ausspruch des griechischen Philosophen Aristoteles ab. Brucks Oberbürgermeister Klaus Pleil hofft, dass „wir mit den Puchern wegen des dritten Windrades noch klar kommen“. Was sein Vorgänger im Amt auf den Weg gebracht habe, werde er weiter unterstützen, versprach Pleil. 

Dieter Metzler

 

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