Wirtschaftsempfang der Stadt Fürstenfeldbruck mit international tätigen regionalen Unternehmen

Bereits seit acht Jahren nimmt der Wirtschaftsempfang der Großen Kreisstadt einen festen Platz im Veranstaltungskalender der ortsansässigen Betriebe, Banken und Behörden ein. Heuer lud Oberbürgermeister Sepp Kellerer am 4. März zu dem traditionellen gemeinsamen Gedankenaustausch und zur Vertiefung der Kontaktpflege ein.

Nach der Rekordbeteiligung vor zwei Jahren mit 300 Gästen, als man die Veranstaltung kurzerhand in den großen Stadtsaal verlegte und 200 Gästen im vergangenen Jahr, reichte für die 150 erschienenen Gäste diesmal der Kleine Saal aus. Mit Kathrin Sonnenholzner (SPD) und Dr. Thomas Goppel (CSU) konnte der Brucker OB zwei Vertreter des Landtags begrüßen. Erstmals nahmen der Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Ministerialdirektor Dr. Hans Schleicher mit Gattin Karin am Empfang teil. Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise habe die Kommunen ins Desaster gestürzt, berichtete OB Kellerer vom „Wegbrechen“ der Einkommens- und Gewerbesteuer. Der Stadt machen vor allem die Kostenexplosionen im Sozialbereich schwer zu schaffen. Den Betrieben bot Kellerer Unterstützung an. Er stellte den neuen Wirtschaftsförderer, Jürgen Koller, vor, erinnerte an die Einrichtungen der Aktiv-Senioren und der Job-Starter-Börse. In Schutz nahm Kellerer die ortsansässigen Banken. „Sie können nichts für die Krise“, so der Brucker Rathauschef und betonte, dass auch sie Steuern zahlen. Die Stadt arbeite derzeit an einem Energienutzungsplan, um den CO2-Gehalt zu verringern informierte Kellerer, und kündigte eine neue Wirtschaftsbroschüre an, sobald über das neue Logo entscheiden sei. Viel Anerkennung fand der anschließend gezeigte Imagefilm über die Kreisstadt. Wie zu jedem Wirtschaftsempfang erhielten mit den beiden in der Hasenheide angesiedelten Unternehmen Stangl Semiconductor Equipment AG und LaserJob GmbH auch heuer wieder zwei Firmen aus der Kreisstadt Gelegenheit, ihren Betrieb vorzustellen. Das von Hans-Jürgen und Wolfgang Stangl 1988 in München-Solln gegründete Unternehmen, zog nach 15 Jahren in Eichenau im vergangenen Jahr in die Hasenheide um. Im Laufe der Jahre hat sich die Firma vom Anbieter für Reinraumlösungen zum Partner für die Photovoltaik- und Halbleiterindustrie entwickelt, für die komplexe Nassprozessanlagen und Chemikalien-Versorgungssysteme gefertigt werden. Inzwischen liefert das Unternehmen in die USA, China und Taiwan. LaserJob-Geschäftsführer Georg Kleemann, der die Firma mit seinem Partner Robert Englmaier 1992 in Mammendorf gründete, zog nach einem achtjährigen Aufenthalt in Grafrath aus Expansionsgründen im vergangenen Jahr in die Hasenheide um. Das Unternehmen hat sich zum Experten für innovative Schablonentechnik und Laser-Mikrobearbeitung entwickelt, das beispielsweise Handelsbeziehungen mit Mexiko, Kanada, USA und Singapur unterhält. „Es ist schon faszinierend, dass wir solche Betriebe in der Kreisstadt haben“, so Kellerer. Zum Ende der Veranstaltung wurden die Geschäfte Schmuck Schön, Sport Becke, das Restaurant La Piazzetta, die Cafés Al Ponte und Macchiato, die Brucker Tanzschule und Image München sowie die Anwaltskanzlei Schwörer und Rogg mit kräftigem Applaus bedacht. Sie halfen der Stadt kurzerhand aus der Zwickmühle, indem sie ein Büffet spendierten. Aufgrund der finanziellen Situation der Stadt hatte Kellerer eingangs verkündet, dass nur Getränke serviert werden. Musikalisch umrahmt wurde der Wirtschaftsempfang vom Jugendstreichquartett Fürstenfeld mit Cora Jordache sowie den Geschwistern Miriam, Fabian und Melanie Schulz.

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