Wirtschaftsempfang - Standort FFB hat über 2000 neue Arbeitsplätze geschaffen

Rund 200 Gäste aus Wirtschaft, Verbänden, Banken und Politik waren der Einladung der Großen Kreisstadt Fürstenfeldbruck zum diesjährigen Wirtschaftsempfang am 19. März in den Kleinen Saal des Veranstaltungsforums Fürstenfeld gefolgt. Bereits zum siebten Male erhielten die anwesenden Repräsentanten, unter ihnen der erste Landtags-Vizepräsident Reinhold Bocklet (CSU) sowie der Landtagsabgeordnete Dr. Thomas Goppel (CSU), Gelegenheit, den festlichen Rahmen zu einem zwanglosen Dialog sowie zur Knüpfung neuer Kontakte untereinander zu nutzen. Für einen musikalischen Genuss sorgte Harfenspielerin Nora Sander.

Neben einem gegenseitigen Kennenlernen und dem Meinungsaustausch sei der Wirtschaftsempfang aber auch als Dank an die Brucker Betriebe zu verstehen, stellte Oberbürgermeister Sepp Kellerer in seiner Begrüßungsrede heraus. Im Zeichen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise lobte er den Mittelstand als Garanten für Stabilität. Zugleich bat er die Betriebe, auch weiterhin für Arbeitsplätze zu sorgen. Kellerer erinnerte daran, dass Bruck als Wirtschaftstandort in den Jahren von 2006 bis 2008 über 2000 Arbeitsplätze geschaffen habe. Die Arbeitslosenquote sei aber inzwischen von unter 4 auf 5,1 Prozent gestiegen. Insbesondere liege dem OB eine gute Ausbildung am Herzen. „Wir müssen den jungen Leute eine Chance bieten“, sagte Kellerer. Durch den enormen Zulauf zur FOS/BOS sei das neue Schulzentrum Tulpenfeld bereits zu klein, teilte er mit. Mit dem Hinweis auf die anschließende Vorstellung der neuen Bildungsagentur Fürstenfeld durch Projektleiter Roland Nagl informierte der Rathauschef über ein heuer erstmals stattfindendes Bildungsfest ähnlich den Gesundheitstagen. Er forderte die Betriebe zur Unterstützung auf. „Wir haben zu wenig ausgebildete Fachkräfte.“ Obwohl man Mitte des vergangenen Jahres noch zuversichtlich sein konnte, müsse man sich nun, nach dem Wegbrechen von Einkommens- und Gewerbesteuern, durch ein riesiges Finanztal quälen, meinte Kellerer weiter. Er hoffe deshalb, dass das Konjunkturprogramm der Bundesregierung auch bis zu den Kommunen durchdringe. Die Banken vor Ort nahm der Brucker Rathauschef in Schutz. „Sie können nichts für das Desaster“, meinte er. „Die Suppe, die gehörig versalzen ist, müssen wir gemeinsam ausbaden“, so Kellerer. Der Einkaufsmarkt auf dem ehemaligen Uhlgrundstück werde nach Aussage von Kellerer zu einem „Magneten im Zentrum“. Er sorge für Belebung in der Innenstadt. „Davon lasse ich mich nicht abbringen“, so Kellerer. Eine weitere Herausforderung stelle die Verlegung der Bundesstraße 2 aus der Innenstadt dar. Hier appellierte der OB an das Gewissen der Stadträte, die Pattsituation aufzugeben. „Es kann doch nicht sein, dass wir derzeit eine 21:20-Mauer im Stadtrat aufziehen.“ Positive Auswirkungen auf den Tourismus nicht nur für die Kreisstadt sondern auch für die angrenzenden Gemeinden erwarte der OB bei einer Ausrichtung der Landesgartenschau 2016, für die sich Bruck erneut beworben habe. Für einen verbesserten Tourismusbereich forderte Kellerer den Landkreis zur Zusammenarbeit auf. „Das können wir allein nicht schultern“, so der OB. „Mit Brucker Land haben wir begonnen“, so Kellerer, „aber es ist mehr als Lebensmittel und Energie. Wir müssen diesen Weg gemeinsam gehen und nicht mittendrin stehenbleiben.“ Bevor der Leiter der Niederlassungsstelle vom TÜV Süd Autoservice GmbH in Fürstenfeldbruck, Kurt Seitz, die Organisation und Dienste des weltweiten Unternehmens vorstellte, berichtete der IHK-Vizepräsident und Vorsitzende des IHK-Verbandes Dachau-Fürstenfeldbruck, Michael Rosenheimer, über die Verleihung des Bayerischen Qualitätspreises 2009 an die Große Kreisstadt durch Staatssekretärin Katja Hessel vom Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. „Wirtschaftsfreundlichkeit darf nicht nur auf dem Papier stehen, sondern muss gelebt werden“, so Rosenheimer bei seiner Laudatio. Dies habe die Kreisstadt, allen voran der OB, vorbildlich umgesetzt, lobte Rosenheimer. Die Auszeichnung, die auch Kaufbeuren (Schwaben) und Teuschnitz (Oberfranken) erhielten, nahmen OB Kellerer, Kreishandwerksmeister Franz Höfelsauer, als Vertreter für Mittelstand/Gewerbe und Wirtschaftsförderer Daniel Gromotka am 17. März im Rahmen einer Feierstunde im Max-Joseph-Saal in der Münchner Residenz entgegen.

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