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Wirtschaftsverband beschäftigt sich mit Innenstadtsituation

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Die Vorstandsmitglieder des Wirtschaftsverbandes (von links): Benedict Padberg, Jürgen André, Katrin Schmidt, Jürgen Biffar und Lukas Schaaf.
Die Vorstandsmitglieder des Wirtschaftsverbandes (von links): Benedict Padberg, Jürgen André, Katrin Schmidt, Jürgen Biffar und Lukas Schaaf. © Privat

Germering – Könnte schöner und auch besser – so denken es sich viele Germeringer beim Anblick der Unteren Bahnhofstraße in Germering. Und in Anlehnung an den neuen Slogan der Stadt hat sich der Vorstand des Wirtschaftsverbands im Rahmen seiner Klausurtagung und im Hinblick auf die Projektwoche des „Instituts für Wertschätzung“ Gedanken über die Situation und Zukunft eben dieser Straße gemacht. Genauer betrachtet wurde dabei der Bereich vom Kreisel bis zum Kleinen Stachus.

Die Straße gleiche eher einer Durchgangs- als einer Einkaufsstraße – da waren sich die Mitglieder sofort einig. „Es fehlen Verweilmöglichkeiten, sowohl vor den Geschäften als auch dazwischen. Es wäre wünschenswert, wenn bei einer zukünftigen Planung ein Umdenken in der Straßenstruktur angedacht werden würde, um je nach Jahreszeit flexibel die Parkplatzsituation und Verweilflächen anpassen zu können“, so sagen es die fünf Mitglieder in einem Fazit nach der Klaususurtagung. Aus Sicht des Wirtschaftsverbands würde mehr „Shared Space“ – also gemeinsamer Raum – im Straßenbereich und eine Ebenerdigkeit aller Flächen die meiste Flexibilität bieten.

Das Einkaufen finde in Germering vor allem bedarfsorientiert statt. „Sowohl mit dem Fahrrad als auch mit dem Auto wird nah an den Geschäften geparkt. Dies sollte auch zukünftig möglich sein, da auch viele Kunden von außerhalb kommen“, sagt der Vorstand.

Reduktion der Fahrgeschwindigkeit angestrebt

Um die Aufenthaltsqualität in der Straße zu steigern, wäre es aus Sicht des Wirtschaftsverbandes hilfreich, eine Reduktion der Fahrgeschwindigkeit auf Tempo 30 oder Tempo 20 anzustreben. Dies würde womöglich auch ein Umdenken des Fahrradverkehrs in der Straße ermöglichen. „Bei einem Umbau wäre es zu überlegen, ob die Straße im unteren Bereich verschwenkt werden könnte, um auf einer Seite mehr Aufenthaltsfläche zu ermöglichen“, erklären die Vorsitzenden. Sowohl im oberen Bereich der Straße – ab Frühlingstraße bis zum Kleinen Stachus – als auch im unteren Bereich, würde man sich weitere Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduktion wünschen.

Der Baumbestand sollte, „schon allein aus ökologischen Gründen“, unbedingt erhalten werden. Auch die Anliefermöglichkeiten vor den Geschäften mit LKW müsse künftig weiterhin gewährleistet sein. „Dort ansässige Betriebe sind darauf angewiesen. Gegebenenfalls wäre eine Anlieferparkfläche zu bestimmten Uhrzeiten sinnvoll, die zu anderen Uhrzeiten anderweitig genutzt werden kann“, so der Vorschlag des Wirtschaftsverbands. Dadurch könnte auch das Parken in zweiter Reihe vermieden werden.

Für Marktsonntage und ähnliche Veranstaltungen würden die Mitglieder des Vorstands außerdem anregen, Stromanschlüsse in der neuen Straße vorzusehen. Ebenso sollte dabei die Option für Schnelladesäulen für E-Mobilität in Erwägung gezogen werden.

Wirtschaftsverband begrüßt Unterstützung der Betriebe durch Stadt

Der Wirtschaftsverband begrüße, dass die Stadt Germering bereits seit längerem die Betriebe in der Innenstadt unterstütze, mit Hilfe der Städtebauförderung Investitionen zur Verbesserung der Außenbereiche der Geschäfte in der Innenstadt zu ermöglichen. Zudem hoffe er, dass künftig noch mehr solcher Maßnahmen realisiert werden können und möchten hiermit die Händler und Gastronomen ermutigen, sich bei Bedarf beim Standortmarketing der Stadt zu melden.

„Uns ist bewusst, dass die Umbaumaßnahmen noch nicht so schnell stattfinden werden können, aber vielleicht lässt sich ja die ein oder andere Idee schon in näherer Zukunft umsetzen. Dass die Bereitschaft von allen Seiten dazu da ist, hat die Projektwoche auf jeden Fall gezeigt“, sagen die Mitglieder. „Es ist ein weiterer, richtiger und wichtiger Schritt in Richtung Innenstadtbelebung, für die auch wir als Wirtschaftsverband uns künftig weiter einsetzen werden.“

red

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