Ehrlich campt am schönsten

Wohnmobilstellplatz erfreut sich immer größerer Beliebtheit

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Der Wohnmobilstellplatz an der Klosterstraße ist einer der wenigen im Münchner Umland mit Ver- und Entsorgungseinrichtungen.

Vier Jahre nach Inbetriebnahme des Wohnmobilstellplatzes an der Klosterstraße zieht Claudia Metzner, Tourismusbeauftragte der Stadt, vor dem Umwelt- und Verkehrsausschuss eine positive Zwischenbilanz. Die vorgenommenen Änderungen hätten sich bewährt - einzig eine Toilettenanlage wäre noch wünschenswert.

Fürstenfeldbruck - „Toll, dass Ihre schöne Stadt so einen tollen Platz geschaffen hat.“ Dies ist nur eine von vielen positiven Bewertungen, die auf den einschlägigen Portalen wie beispielsweise dem ADAC Freizeitführer zu lesen sind. Der Stellplatz für Wohnmobile unmittelbar an der Amper erfreut sich seit seiner Inbetriebnahme im Juni 2015 immer größerer Beliebtheit - auch bei Touristen aus dem europäischen Ausland. Stromanschluss für jeden Stellplatz, Frischwasser sowie eine Entsorgungsstation – der Brucker Wohnmobilstellplatz ist gut ausgerüstet, einzig eine Toilettenanlage wünscht sich Metzner noch und zwar „eher kurz- als mittelfristig“, denn das Dixi- WC sei keine Dauerlösung. 

Bezahlt wird mit der "fairen Dose"

Ansonsten zeigt sich die Tourismusbeauftragte zufrieden mit dem Betrieb der Anlage. Auch das anfängliche Problem örtlicher Dauerparker, welche mit ihren Wohnmobilen die eigentlich für Touristen vorgesehenen Stellplätze belegen, habe man mit der Neuregelung einer maximalen Aufenthaltsdauer von sieben Tagen pro Monat in den Griff bekommen. Die Stellplatzgebühr beträgt fünf Euro pro Tag, zehn Liter Frischwasser kosten 50 Cent und für den Strom zahlt man täglich zwei Euro – die zentrale Lage zwischen Veranstaltungsforum und Innenstadt ist ebenso inklusive wie öffentliches WLAN. Bezahlt wird mittels eines Geldkuverts, das in einen Geldeinwurf, der sogenannten „fairen Dose“, gesteckt wird. „Das klappt gut“, weiß Metzner zu berichten, „da achten schon die Wohnmobilisten untereinander drauf.“ Auch die Stadt profitiert von der Einrichtung. 

Tourismusverband: 40 Euro pro Person in Fürstenfeldbruck umgesetzt

Im letzten Jahr standen den Ausgaben für Strom, Wasser und Dixi-Toilette in Höhe von rund 8.500 Euro – die Kosten für Müllabfuhr und Entsorgung sowie Wartungsarbeiten durch städtische Mitarbeiter sind in der Aufstellung nicht erfasst – Einnahmen von 17.500 Euro gegenüber. Zudem setzen Besucher Angaben des Deutschen Tourismusverbandes zufolge täglich rund 40 Euro pro Person in der besuchten Stadt um. „Eine schöne Geschichte“, wie Zweiter Bürgermeister Christian Götz (BBV) bemerkte. Der städtische Stellplatz an der Amper sei „ein kleiner, aber feiner Baustein im Tourismuskonzept unserer Stadt.“ 

Peter Fischer

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