Der Brucker CSU-Stadtrat Markus Droht unternahm einen neuen Vorstoß auf Schaffung von bezahlbarem Wohnraum

Sind Holz-Bauten ein Ausweg aus der Wohnungsnot?

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Der Brucker CSU-Stadtrat Markus Droth.

Fürstenfeldbruck - Trotz der bisher erfolglosen Bemühungen der Politik zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum unternahm Brucks CSU-Stadtrat Markus Droth nun einen neuen Versuch. Anfang Dezember stellte er im Namen der CSU-Fraktion an Bürgermeister Erich Raff (CSU), der immer noch den sich von einem Herzinfarkt erholenden Oberbürgermeister Klaus Pleil (BBV) vertritt, den Antrag, von der Verwaltung die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft prüfen zu lassen.

Bezahlbarer Wohnraum  ist schon lange Mangelware, ebenso fehlt es an Sozialwohnungen. Dass sich die Situation wegen der Flüchtlinge und Asylbewerber weiter verschärfen dürfte, ist unbestritten.  Dennoch lehnten Anfang des Jahres die Städte- und Gemeindevertreter die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft ab. Die Mehrheit sprach sich vielmehr für eine noch engere Zusammenarbeit mit den im Landkreis tätigen Wohnungsbaugenossenschaften und –gesellschaften aus.

Die Absage der Gemeindevertreter im Februar überraschte eigentlich nicht, denn in den vergangenen Jahren scheiterten mehrere Anläufe dieser Art. So lehnte die Große Kreisstadt im Jahre 2010 wegen zu hoher Kosten und zu großem Risiko die Beteiligung an einer vom Landkreis angestrebten kommunalen Wohnungsbaugesellschaft ab. Die Stadt war in dieser Hinsicht ein gebrandmarktes Kind. Vor 25 Jahren hatte Fürstenfeldbruck zusammen mit der Sparkasse schon einmal eine Wohnungsbaugesellschaft gegründet, die 20 Jahre später mit hohem Verlust aufgelöst wurde.

  Die Stadt müsse eigeninitiativ tätig werden, um eine spürbare Erleichterung für Einheimische und für Neubürger, insbesondere anerkannte Flüchtlinge, zu schaffen. Die Verwaltung solle gegebenenfalls unter Hinzuziehung externer Fachleute für eine Entscheidungsfindung über eine städtische Wohnungsbaugesellschaft darstellen und entsprechende Unterlagen aufbereiten, unter welchen Voraussetzungen eine städtische Wohnungsbaugesellschaft wirtschaftlich und tragfähig errichtet und betrieben werden könnte.

Bei den Überlegungen solle auch geprüft werden, inwieweit eine Zusammenarbeit mit anderen kommunalen Beteiligungsunternehmen machbar und sinnvoll sei, insbesondere mit der Industha, der Grundstücksentwicklungsgesellschaft der Stadt, die bisher Baugrundstücke in der Hasenheide Nord vermarkte.

Die Stadt könne nicht warten, bis der Fliegerhorst frei werde, so  Droth, und er fordert  rasches Handeln, zumal nicht absehbar sei, bis wann die militärische Nutzung komplett aufgegeben werde. Um einem Rückstau in der kommunalen Entwicklung entgegen zu wirken, sei man zu parallelen Überlegungen gezwungen. Die Stadt habe adäquate Flächen anderenorts zur Verfügung, die in eine städtische Wohnungsbaugesellschaft eingebracht werden könnten, so Droth. Darauf könnte relativ schnell und wertig Wohnraum in Holzbauweise nach Münchner Muster errichtet werden, schlägt Droth vor, um nicht zuletzt auch einer Belegung von Turnhallen und sonstigen öffentlichen Gebäuden entgegenwirken zu können.

 Dieter Metzler

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