Sofadecke geriet in Brand

72-jährige Rentnerin stirbt nach Wohnungsbrand

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Als die Feuerwehr Fürstenfeldbruck eintraf, trat viel Rauch aus der Wohnung im Hochhaus.

Zu einem folgenschweren Zimmerbrand kam es am Abend des 16. Dezember im dritten Obergeschoss im Fürstenfeldbrucker Stadtteil Buchenau. Um 21.18 Uhr wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Fürstenfeldbruck zu einem Brand in einem mehrgeschossigen Wohnanwesen alarmiert. Beim Betreten der Wohnung fanden die Kräfte eine Seniorin leblos im Badezimmer auf.

Mehrere Anrufer meldeten gegen 21.17 Uhr eine starke Verrauchung im Treppenhaus, ein Verlassen des Anwesens war auf Grund dessen zum Teil nicht möglich. Bereits wenige Minuten nach dem Alarm erreichten die ersten Einsatzkräfte die Einsatzörtlichkeit. Dunkler Rauch drang zu diesem Zeitpunkt aus mehreren Fenstern. 

Brandbekämpfung der Feuerwehr

„Durch das ersteintreffende Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug wurde unmittelbar mit dem Aufbau einer Wasserversorgung für die Brandbekämpfung sowie parallel mit der Lokalisierung der betroffenen Wohneinheit begonnen“, schildert die Feuerwehr Fürstenfeldbruck. Einem Trupp unter schwerem Atemschutz gelang es die Brandwohnung zu öffnen und das Feuer zu löschen. Hierbei wurde eine leblose Person aufgefunden. Es war die 72-jährige Bewohnerin. Trotz des schnellen und beherzten Eingreifens kam für diese jede Hilfe zu spät. Währenddessen wurde das Anwesen durch einen weiteren Trupp unter schwerem Atemschutz nach eingeschlossenen Personen abgesucht. Mehrere Anwohner wurden hierbei durch die Einsatzkräfte aus dem Gefahrenbereich geleitet. 

Sofadecke geriet in Brand

Neben einem Großaufgebot der Freiwilligen Feuerwehr Fürstenfeldbruck waren die Feuerwehren aus Emmering, Germering und Maisach, Vertreter der Kreisbrandinspektion, des Technischen Hilfswerkes, der Polizei sowie des Rettungsdienstes vor Ort. 

Aufgrund der Spurenlage vor Ort geht die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck davon aus, dass eine Sofadecke aus Kunstfasern in Brand geriet. Beim eigenständigen Versuch das Feuer zu löschen, zog sich die alleinstehenden Rentnerin schwere Verletzungen in Form von Brandwunden und einer Rauchgasintoxikation zu. Diese war letztendlich todesursächlich, wie eine am heutigen Nachmittag am Institut für Rechtsmedizin in München durchgeführte Obduktion ergab. Da im Bad eine Wandverkleidung aus Holz in Brand geriet, entstand ein Sachschaden von etwa 10.000 Euro. 

Fünfjähriges Kind erlitt Atemwegsbeschwerden 

Ein ebenfalls im Haus wohnhaftes fünfjähriges Kind erlitt aufgrund der entstandenen Rauchgase Atemwegsbeschwerden und wurde vorsorglich zur weiteren Behandlung in eine Klinik gebracht.

red

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