Workshop im Jexhof

Paradeiserl - der Vorgänger vom Adventskranz selbst gemacht

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Nach zwei Stunden Arbeit können Barbara Seeberger und Tochter Julie ihre Paradeiserl mit nach Hause nehmen.

Pünktlich vor dem ersten Advent fand das Paradeiserl Stecken auf dem Jexhof statt. Die alte Tradition wird hier seit Jahren im Rahmen eines Workshops aufrechterhalten.

Schöngeising – Bevor der Adventskranz vor 200 Jahren erfunden wurde, machte man aus Tannenzweigen und Äpfeln das pyramidenförmige Paradeiserl. Ähnlich wie beim Adventskranz werden Kerzen, Zweige und Äpfel in Form einer Pyramide zusammengesteckt. Museumspädagogin Simone Schwägerl zeigte den fünf teilnehmenden Familien, wie man diese selber macht und dekoriert. „Das Schwierige ist, die Äpfel unbeschadet auf die angespitzten Äste zu stecken“, erklärt Simone Schwägerl, „aber mit ein bisschen Geduld bekommt man das gut hin.“

Viele Materialien

Um den alten Brauch aufleben zu lassen, benötigt man einiges an Materialien: Drei kurze und lange Stöcke (jeweils in der gleichen Länge), mehrere Tannenzweige, je vier Äpfel, verschiedene Dekoartikel sowie vier kleine Kerzen und kleine Quadrate aus Alufolie, die man um die unteren Enden der Kerzen wickelt. Mit einem Messer schnitzen die Teilnehmer die Enden der Stöcke spitz zu. Um die Stöcke werden Tannenzweige gebunden und mit Draht zu einer Pyramide zusammengesteckt. Anschließend werden die Äpfel an den vier Spitzen der Pyramide befestigt. Am Ende werden die Kerzen auf die Äpfel gesteckt Zum Schluss wird dekoriert wie es einem gefällt. 

Bei der Deko austoben

„Ursprünglich verwendete man dafür getrocknete Früchte, Strohsterne und Zimtstangen, also alles, was man früher hatte“, sagt Simone Schwägerl. „Heute nimmt man auch gerne Dekorationen aus Filz her – die bringen Farbe ins Spiel und die Kinder lieben es.“

Ursprünglich von "Paradies"

Seinen Namen hat das Paradeiserl übrigens von „Paradies“, und es soll an Jesu Geburt sowie an Adam und Eva erinnern. 

Nicole Burk

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