Stimmgewaltig und selbstbewusst

Die Germeringerin Yagmur Yagan singt bei „The Voice of Germany“

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Yagmur Yagan ist in Germering aufgewachsen. Doch sie strebt nach mehr.

Viele haben wahrscheinlich dem Auftritt der 22-jährigen Yagmur Yagan bei der Ausstrahlung von „The Voice of Germany“ entgegengefiebert. Mit ihrer Stimmgewalt und ihrer Bühnenpräsenz hat sie dann in den „Blind Auditions“ alle Jury-Mitglieder von sich überzeugen können. Nur die wenigsten Teilnehmer fesseln alle Coaches so, wie Yagmur Yagan. Schließlich entschied sie sich für das Team von „Sunrise Avenue“-Frontmann Samu Haber.

Gesangstalent aus der Münchner Vorstadt

Germering - Das junge Gesangstalent Yagmur Yagan kommt aus Germering. Sie ist ein echtes „Münchner Kindl“, geboren in Pasing. Sie hat türkische Wurzeln, lebt heute noch bei ihren Eltern in Germering. Als jüngstes von drei Geschwistern, sie hat zwei ältere Brüder, stand für sie schon sehr früh fest, „ich gehöre auf die Bühne“, wie sie uns in einem Interview erzählt. „Ich liebe die Aufmerksamkeit, wenn die Paparazzi Fotos machen, das ist genau meins.“ So ist ihre selbst erklärtes Ziel, ein Weltstar zu werden. Die Weichen dafür legte sie schon recht früh. Im Alter von gerade einmal sechs Jahren sang sie die ersten Songs ihrer großen Idole nach. „Mein erstes Lied war von Sarah Connor ‘From Sarah With Love’, danach hab ich mich an die Songs von anderen Stars rangewagt“, sagt Yagmur. Sie wurde immer besser, traute sich mehr und mehr zu. Erste Bühnen-erfahrung sammelte sie doch tatsächlich auf dem Marktsonntag in Germering. „Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich das erste Mal dort auf der Bühne stand und meine Lieder sang“, sagt sie stolz. Die Schule hat sie dennoch nicht vernachlässigt. Sie besuchte die Kleinfeldschule, danach die Kerschensteiner Schule und die Realschule Unterpfaffenhofen. Eine Ausbildung macht sie derzeit nicht. „Ich weiß nur, dass ich auf jeden Fall etwas mit Medien zu tun haben möchte“, erklärt Yagmur. Doch jetzt stehen für sie erst einmal viele Termine im Kalender an. Nach den „Blind Auditions“ folgen nun die „Battles“, in denen die Teilnehmer von „The Voice of Germany“ im direkten Duell gegeneinander antreten. Yagmur Yagan ist ein absoluter Familienmensch. Am liebsten ist sie mit ihrer ganzen Familie draußen unterwegs. „Wir haben so etwas wie eine Wandergruppe“, sagt sie lachend. „Jeder von uns ist einmal in der Woche dran und darf einen Ort aussuchen, an dem wir gemeinsam am Sonntag spazieren gehen. Nächstes Mal ist der Ammersee dran“, sagt sie. Dass sie, was das Singen angeht, kein unbeschriebenes Blatt ist, beweisen Auftritte unter anderem beim türkischen Supertalent. Hier kam sie 2010 und 2011 sogar ins Halbfinale. „Ich bin rausgeflogen, weil in der Türkei englische Songs wohl nicht so gut ankommen“, erklärt Yagmur. Doch das hält sie nicht auf. 

Gerne im Mittelpunkt 

Derzeit finanziert sie sich ihren Lebensunterhalt mit kleinen Auftritten in München. „Der nächste allerdings ist in Starnberg“, sagt sie. Wann genau wollen wir wissen. „Da muss ich jetzt daheim in meinem Terminkalender schauen, ich hab die nicht alle im Kopf.“ Auch ihr Handy steht seit dem Auftritt am vergangenen Wochenende nicht mehr still. „Mein Handy explodiert förmlich“, sagt sie. „Jeder möchte irgendetwas von mir wissen“, aber das gehöre nun einmal dazu. Sie genießt es, im Mittelpunkt zu stehen. Im November stehen jetzt zahlreiche Auftritte an. Schwierig dabei ist, dass sie parallel dazu gerade noch ihren Führerschein macht. Aber auch das bekomme sie hin, wie sie uns erklärt. Yagmur Yagan, eine sympathische Germeringerin, von der wir mit Sicherheit in Zukunft noch vieles zu hören bekommen. Wie es für sie bei „The Voice of Germany“ weitergeht, das hat sie uns natürlich nicht verraten. „Das müsst ihr euch schon selbst ansehen“

Sebastian Essberger

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