Casting zum Brucker Mysterienspiel

Zehnjährige spielt Hauptrolle

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Regisseur Winfried Frey (links hinten) mit Christian Ludwig Mayer (links), Paula Schneider-Mendoza (links vorne) sowie der Erstplazierten Jasmin Hallbauer.

Fürstenfeldbruck – Die Entscheidung, wer die junge Hauptrolle in dem bayerischen Mysterienspiel ,,Wuide Hetz“ übernimmt, ist gefallen: Das Projektteam des Veranstaltungsforums hat aus 25 Bewerbern acht Kinder zum Casting in den Säulensaal geladen. Am Ende machte die zehnjährige Jasmin Hallbauer aus Kaltenberg das Rennen.

Regisseur Winfried Frey, künstlerischer Leiter der Produktion, zeigte sich begeistert von den jungen Talenten: ,,Alle Kinder, die sich im Vorfeld beworben haben, waren sehr begabt. Sie haben die Anweisungen allesamt gut umgesetzt“, verriet er.

Gefühlslagen auf der Bühne

Die Castingteilnehmer hatten jeweils eine Viertelstunde Zeit, die Jury zu überzeugen. Neben Winfried Frey und dem musikalischen Leiter Christian Ludwig Meyer, hat Christine Hochenbleicher vom Veranstaltungsforum noch die Schauspielerin Petra Auer-Frey und Dr. Matthias Weber (Theater 5) hinzugezogen. Ihnen mussten sich die Bewerber stellen und auf der Bühne des Säulensaals zeigen, was sie in den letzten drei Wochen zu Hause erarbeitet haben. ,,Ich glaube nicht, dass es einfach war“, betonte der Regisseur und spielte damit auf die besondere Herausforderung an, unterschiedliche Gefühlslagen darzustellen - von großer Angst bis hin zu herzhaftem Lachen. 

Auch das spontane Zusammenspiel mit Schauspielerin Annette Schregle und Puppenspieler Martin Köhler bereitete den Nachwuchs-Talenten sichtbaren Spaß. Dass die Figur der gelernten Clownin Schregle gruselig angelegt war, machte den Kindern nichts aus: ,,Ich habe mit meiner Mama geübt“, begründete es einer der Teilnehmer, was sehr zur Erheiterung der Jury beitrug.

Bühnenpräsenz und Impulsivität

Die Entscheidung fiel schließlich einstimmig auf Jasmin Hallbauer aus Kaltenberg, die mit ihrer Bühnenpräsenz und Impulsivität die Jury für sich einnahm: ,,Sie hat ein besonderes schauspielerisches und musikalisches Talent“, lobte sie Jurysprecher Winfried Frey. Paula Schneider-Mendoza aus Geltendorf wurde aufgrund ihrer ,,unnachahmlichen Art“ zur Zweitbesetzung gekürt. Spontan schuf der Regisseur eine Rolle für die Neunjährige, damit sie auf jeden Fall auf der Bühne zu sehen sein wird. Ein Zufall ist es, dass die beiden Gewinnerinnen Freundinnen sind, wie bei der Ergebnisbekanntgabe nicht zu übersehen war: Paula freute sich für ihre erstplazierte Freundin Jasmin von ganzem Herzen und umarmte sie überglücklich.

Nicole Burk

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