Zehntklässler agierten als Gemeindemitglieder

Schüler machen Kommunalpolitik

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Die Zehntklässler spielten einen Vormittag lang den kommunalpolitischen Alltag bei einer Gemeinderatssitzung nach

Vom Klassenzimmer in den Sitzungssaal: Der Kreisjugendring Fürstenfeldbruck (KJR) führte das Planspiel Kommunalpolitik mit der 10mb der Dorothea-von-Haldenberg-Schule durch. Dieses ermöglicht das aktive Erleben des demokratischen Entscheidungsprozesses und gibt interessante Einblicke in kommunalpolitische Prozesse. Krönender Abschluss war die fiktive Gemeinderatssitzung der Schüler am 9. November unter der Leitung des 1. Bürgermeisters Josef Heckl im Mammendorfer Rathaus.

Mammendorf - Drei Tage lang beschäftigten sich die Schüler der 10. Klasse ausschließlich mit ,,Kommunalpolitik“. Am ersten Projekttag wurden die Schüler durch die Mitarbeiter des KJR-Bildungsteams in die Thematik eingeführt. Es wurde dargestellt, wie der Gemeinderat vor Ort aufgebaut ist und wie die Abstimmung des Gemeinderats mit der Verwaltung funktioniert. Am nächsten Tag bereitete die Klasse in verschiedenen Fraktionen die Sitzung vor. Unterstützung erhielten die Schüler dabei von den ,,echten“ Gemeinderäten, die mit ihnen die Anträge zu den verschiedenen Themen erarbeiteten und sich mit den Anträgen der anderen Fraktionen auseinandersetzten. 

Einstimmig für W-Lan Hotspot und bessere Schulausstattung

Um den tatsächlichen Ablauf einer Gemeinderatsitzung kennenzulernen, besuchten die Jugendlichen eine echte Sitzung am Dienstagabend. Höhepunkt des Planspiels bildete die fiktive Gemeinderatssitzung, in der die vier Fraktionen ihr Anliegen vorbrachten. Für eine verbesserte Schulausstattung der Grund- und Mittelschule setzte sich die Bürgergemeinschaft Mammendorf (BGM)ein. Weiter ging es mit dem Antrag der CSU auf Einrichtung eines Hotspots im Schulbereich, gefolgt von dem Antrag der SPD, der die Erweiterung des Sondergebietes Discounter vorsah. Die Freien Wähler beantragten die Erneuerung des Freizeitparks in Mammendorf. Zu einem einstimmigen Beschluss kam es bei den Anträgen der BGM und der Freien Wähler. Bürgermeister Josef Heckl zeigte sich begeistert und bedankte sich bei den Schülern: ,,Ich hatte viel Spaß bei den Vorbereitungen des Projekts. Der Reiz dabei ist, dass man kontrovers diskutiert. Für eine gute Gemeindepolitik ist es wichtig, dass man debattiert und trotzdem ein guter Zusammenhalt da ist“. Auch Klassenleiterin Christine Pittrich möchte diese Erfahrung bei ihren Schülern nicht missen: ,,Die Klasse hat wirklich geackert“, sagt sie. ,,Ich bin von dem Einsatz meiner Schüler begeistert und habe das Gefühl, dass sie etwas fürs Leben mitgenommen haben“.

Nicole Burk

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