Höchste militärische Auszeichnung

Zentrum für Luft- und Raumfahrt der Luftwaffe bekommt Fahnenband des Freistaats

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Im Jahr des 60. Bestehens des Zentrums für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe wurde der Dienststelle im Brucker Fliegerhorst, deren Tage in Fursty bekanntlich gezählt sind, dennoch eine große Ehre zuteil. Nach 2005, als diese Ehrung die Offizierschule der Luftwaffe erhielt, verlieh der Bayerische Ministerpräsident vor dem Ambiente des Klosters Fürstenfeld nun auch der militärisch-medizinischen Einrichtung das Fahnenband des Freistaats.

Fürstenfeldbruck - Der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Florian Herrmann, befestigte das weiß-blaue Fahnenband mit goldener Aufschrift an der Truppenfahne des Zentrums für Luft- und Raumfahrtmedizin, besser unter der Bevölkerung des Landkreises als Flugmedizinisches Institut der Luftwaffe bekannt. Die Verleihung eines Fahnenbandes ist ein sichtbares Zeichen der Anerkennung eines Bundeslandes gegenüber der dort beheimateten Militärdienststelle und unterstreicht zugleich die Verbundenheit mit der Bevölkerung. 

Staatsminister Herrmann: "Bayern sagt Danke an unsere Flugmediziner"

Diesen Tenor enthielten auch die beiden Reden von Generalarzt Rafael Schick, dem Leiter des Zentrums, und Herrmann. 60 Jahre besteht die Flugmedizin in der Bundeswehr, sagte Schick. Hierzu gehört auch die Eignungsfeststellung für die Piloten und Tätigkeiten im Flugbetrieb der Bundeswehr. Das Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin ist heute die Dienststelle, die diesen Auftrag erfüllt. „Volanti subvenimus“ lautet ihr Leitspruch – „dem Fliegenden helfen“. „Bayern ist die Wiege der Luft- und Raumfahrt in Deutschland“, sagte Staatsminister Herrmann. „Das Flugmedizinische Institut ist seit der Gründung durch Franz-Josef Strauß im Jahr 1959 eng mit dem Standort Fürstenfeldbruck verbunden. Bayern sagt Danke an unsere Flugmediziner, die 60 Jahre lang sicheres Fliegen ermöglicht, unsere Piloten betreut und auch die Bayerische Polizei verlässlich unterstützt haben.“ Nach dem militärischen Appell, der musikalisch vom Heeresmusikkorps Ulm begleitet wurde und mit der Bayern- sowie Nationalhymne feierlich zu Ende ging, fand anschließend im Churfürstensaal der Fachhochschule der Polizei ein Empfang statt. 

Auflösung des Fliegerhorstes bis 2023

OB Erich Raff nutzte dabei die Gelegenheit, die Verbundenheit der Stadt mit der Bundeswehr herauszustellen. Danach trugen sich Staatsminister Florian Herrmann und der Leiter des Instituts, Generalarzt Schick, ins Goldene Buch der Stadt ein. Im Hinblick auf die Auflösung der Dienststellen im Fliegerhorst bis 2023 dürfte das wohl einer der letzten großen militä- rischen Appelle außerhalb des Fliegerhorstes gewesen sein. 

Öffentlichkeit schien ausgesperrt wegen missverständlicher Formulierung

Durch eine missverständliche Formulierung in der Ankündigung schien die Öffentlichkeit ausgesperrt. Denn weder in den Medien wurde auf die Veranstaltung hingewiesen, noch waren in der Innenstadt Plakate zu sehen, die in den Gängen der Polizeischule auf dem Weg zum Churfürstensaal zuhauf anzutreffen waren. Der Satz „200 geladene Gäste aus Politik, Medien, Wirtschaft, Zivil und Militär werden dem Appell beiwohnen“, suggerierte den Lesern ein, es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung. So blieben nur ein paar zufällig vorübergehende Spaziergänger neugierig stehen und wurden rein zufällig Zuschauer des einmaligen Spektakels. 

Dieter Metzler

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