Für eine nachhaltige Zukunft: Kostenlose Beratung, Bildungsprojekte und Öffentlichkeitsarbeit

Ziel 21 – mit vereinten Kräften zur Energiewende im Landkreis Fürstenfeldbruck

Schulkinder mit Klimatschutz Plakaten und 1. Vorsitzender von Ziel 21 Gottfried Obermair
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Auch in den Grundschulen sind die Mitarbeiter von Ziel 21 unterwegs, um schon den Kleinen das Thema Energie sparen näher zu bringen. Links im Bild Gottfried Obermair, 1. Vorsitzender.

Die Energiewende kommt nicht von allein .Um sie auf regionaler Ebene voranzutreiben, wurde im Jahr 2001 das „Zentrum Innovative Energien im Landkreis Fürstenfeldbruck“, kurz Ziel 21, gegründet. Hier bündeln sich die Bemühungen, den Landkreis seinem Klimaziel näherzubringen, bis 2030 komplett auf regenerative Energien umgestiegen zu sein.

Das Netzwerk aus kommunalen und wirtschaftlich tätigen Mitgliedern unterteilt sich in verschiedene Fachbereiche und ist vor allem in Sachen Bildung, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit aktiv. Ausstellungen, Messestände und öffentliche Vorträge dienen dazu, ein Bewusstsein zu schaffen für Fragender E-Mobilität und des ÖPNV, für Energieeinsparung und regenerative Energieerzeugung.

Gottfried Obermair im Interview

„Wir wollen die breite Gesellschaft mitnehmen und zeigen, was getan werden muss, um Ressourcen zu sparen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Max Keil. Die von Ziel 21 geleistete Bildungsarbeit – oft unter Mitwirkung von Energieerzeugern oder Organisationen wie der Deutschen Umwelthilfe – beginnt bereits in der Grundschule.

Kinder erziehen die Eltern

Kindgerecht wird etwa das Thema Energiesparen vermittelt, indem die Schüler lernen, als „Energie- Detektive“ zu Hause darauf zu achten, dass nirgendwo unnötig Licht brennt oder zum Fenster hinaus geheizt wird. Manchmal läuft es darauf hinaus, „dass die Kinder daheim die Eltern erziehen“, so Max Keil. In den weiterführenden Schulen geht es um Themen wie Energieeffizienz bei Gebäuden oder um Anschauungsunterricht in der Region, wenn zum Beispiel bei Radtouren die Windkraftanlagen in Mammendorf, das Wasserkraftwerk in Schöngeising, die Biogasanlage in Egg oder die Freiflächen- PV-Anlage in Malching besucht werden.

Fachliche Beratung bietet Ziel 21 allen Bürgern sowie Kommunen und Vereinen hinsichtlich einer breiten Palette an Themen an. Egal, ob es um Fragen eines energieeffizienten Lebensstils oder um einzelne Bereiche wie Stromeinsparungen, Leuchtmittel, Fördergelder, Heizungstausch, Richtlinien und technische Umsetzbarkeit von PV-Anlagen geht – Ziel 21 hat die entsprechenden Fachleute. Durch Kooperationen mit der Verbraucherzentrale und zahlreichen Partnerbetrieben ist ein ständiger Austausch mit der Praxis gewährleistet. Kostenlose Beratung Regelmäßige kostenlose Energieberatungen finden im Landratsamt sowie in Rathäusern der Landkreiskommunen statt. Auch telefonische Beratungen und Termine in Privathäusern sind möglich. Erste Anlaufstelle für Terminvereinbarungen und alle sonstigen Anliegen ist die Ziel-21 Geschäftsstelle im Landratsamt.

Ziel 21 im Überblick

Gegründet wurde der Energiewende- Verein Ziel 21 im Jahr 2001 vom Landkreis Fürstenfeldbruck, der Solidargemeinschaft Brucker Land und der Sparkasse Fürstenfeldbruck. Weitere Mitglieder sind der Kreisverband des Bayerischen Gemeindetags, verschiedene regionale Stromerzeuger, der Kreisverband des Bundes der Selbstständigen und die Volksbank Fürstenfeldbruck.

Finanziert wird die Arbeit von Ziel 21 größtenteils vom Landkreis. Hinzu kommen Beiträge von Partnern und Kommunen. Der Verein gliedert sich in die Fachbereiche Beratung und Bildung, Photovoltaik, Windkraft und Bioenergie, Mobilität, Gebäude und Haustechnik, Öffentlichkeitsarbeit und kommunale Initiativen.
Kontakt: Ziel 21 Geschäftsstelle im Landratsamt, Münchnerstr. 32, Zi. A 107 (1. OG), 82256 Fürstenfeldbruck, erreichbar Montag bis Donnerstag 8.30 bis 12 Uhr, Tel. 08141 / 519 225, www.ziel21.de, info@ziel21.de

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