Kamelwallach sollte zunächst die Stadt verlassen und darf nun bleiben

Platzverweis für das Kamel?

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Er darf doch bleiben: Tiertrainer Carlos Giovanni mit Kamelen, rechts dem Wallach

Fürstenfeldbruck - Der österreichische Zirkus Louis Knie sorgt für Diskussionsstoff, da er gegen eine Vereinbarung verstieß, die im Vorfeld mit der Stadt getroffen wurde. Trotz dieser brachte er unerlaubt einen Kamelwallach, sowie ein Jungtier nach Fürstenfeldbruck.

Auf dem Volksfestplatz befindet sich seit dem 7. März der österreichische Nationalzirkus Knie. Der Auftritt des Zirkus war von der Stadtverwaltung zugelassen worden, da er im Vorfeld schriftlich zugesagt hatte, dass er keine Wildtiere mitbringen werde. Außerdem lagen beim zuständigen Veterinäramt des Landratsamtes keine Auffälligkeiten im Sinne des Tierschutzgesetzes vor, die eine Nichtzulassung gerechtfertigt hätten.

Jungtier soll bei der Herde bleiben 

Gestern wurde jedoch bekannt, dass der Zirkus entgegen der vertraglichen Vereinbarung einen Kamelwallach sowie ein Jungtier, welches noch gesäugt wird, dabei hat. Das Veterinäramt fand beim Ortstermin am 8. März keinerlei Beanstandungen. Für das männliche, kastrierte Kamel benötigt der Halter jedoch eine Erlaubnis nach Art. 37 Landesstraf- und Verordnungsgesetz, für das Halten von gefährlichen Tieren, die nicht vorliegt.

Aufführung findet auf dem Gelände wie geplant statt.

Da der Zirkus zudem gegen den Vertrag verstieß, hat die Verwaltung – auch und gerade in Umsetzung des Beschlusses des Haupt- und Finanzausschusses vom 12. März 2014 – entschieden, dass der Kamelwallach aus der Stadt zu bringen sei. Dies sei das mildeste, Erfolg versprechende Mittel und in der Abwägung angemessen. Das Jungtier soll auf Empfehlung des Veterinäramtes dagegen nicht von der Herde getrennt werden. Laut Veterinäramt hätten Behörden früherer Gastspielorte keine tierschutzwidrigen Beanstandungen gegen den Zirkus gehabt.

Zirkus findet statt

Die vom Zirkus zu führenden Unterlagen zu den Tieren seien laut Veterinäramt einwandfrei. Somit gibt es aus Sicht der Stadt keine Rechtsgrundlage, den Zirkus generell zu untersagen.

Nachtrag v. 10.03.16: Die geforderte Erlaubnis nach Art. 37 wurde erteilt und der Wallach darf zusammen mit dem Jungtier bei der Herde bleiben. 

redkb

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