Beim CSU-Neujahrsempfang in Maisach sprach Hans Zehetmair 

Zehetmair: Willst Du froh und glücklich leben, lass ein Ehrenamt Dir geben"  

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Maisachs CSU-Ortsvorsitzender Christian Kemether und Gemeinderätin Christa Turini-Huber überreichten dem Festredner, Staatsminister a. D. Hans Zehetmair (r.) einen Korb mit Brucker Land Produkten

Maisach –  „Willst Du froh und glücklich leben? Lass kein Ehrenamt Dir geben. Willst Du nicht zu früh ins Grab, lehne jedes Amt glatt ab!“ Zum Zitat von Wilhelm Busch stellte der diesjährige Festredner beim CSU-Neujahrsempfang in Maisach,  Staatsminister a. D. Prof. Dr. h. c. mult. Hans Zehetmair die Gegenthese auf: "Willst Du froh und glücklich leben, lass ein Ehrenamt Dir geben." 

 Staatsminister a. D. Prof. Dr. h. c. mult. Hans Zehetmair, seit 2004 Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung und des Rates für deutsche Rechtschreibung,  sprach über  „Gedanken zum neuen Jahr“ am 17. Januar in der Gernlindener Schule.  Beim Neujahrsempfang der Maisacher CSU zählt es seit Jahren zur Tradition, dass die Würdigung des ehrenamtlichen Engagements im Mittelpunkt der Ansprachen steht. So wird seit 2004 im zweijährigen Rhythmus an Bürgerinnen und Bürger, die sich ums Gemeinwohl besonders verdient machen, ein Ehrenpreis vergeben, und die Preisträger werden jedes Jahr zum Neujahrs-Empfang eingeladen. In seiner   Neujahrs-Rede begründete Zehetmair seine „Anti-Busch-These“ damit, dass Bayern eine Hochburg des Ehrenamtes sei. 36 Prozent, also jeder dritte, engagiere sich ehrenamtlich. Das bürgerschaftliche Engagement finde vor allem auf kommunaler Ebene statt, so Zehetmair. Der aktive Bürger ist der Kern der bayerischen Erfolgsgeschichte.


 Der sich ehrenamtlich im Sportverein als Trainer engagierende Familienvater, der ehrenamtliche Rettungssanitäter, der sich am Sonn- und Feiertag in den Einsatz begibt, das sind die „stillen Helden des Alltags“, nicht der Fußballtrainer, der zehn Millionen kassiert oder das Filmsternchen. Aber nicht nur der Staat profitiere vom ehrenamtlichen Engagement der Bürger, es ist auch für den, der sich einbringt, eine Bereicherung. Die ehrenamtliche Tätigkeit führt Menschen zusammen, fördert kulturelle, soziale und politische Interessen und Bedürfnisse der Gesellschaft.Aufgrund der demografischen Entwicklung werde die Zukunft verstärkt durch das „Miteinander der Generationen“ geprägt sein, glaubt Zehetmair. Doch nur, wenn sich die Bürger weiterhin freiwillig engagieren, werden die Herausforderungen zu meistern sein.


 Deshalb müsse die Anerkennungskultur insbesondere für ehrenamtliches Engagement noch stärker ausgebaut werden. Es reiche nicht, dass die für das Gemeinwohl ehrenamtlich tätigen Menschen auf Festen lobend erwähnt werden, es müssen auch die Rahmenbedingungen verbessert werden. „Wo es lebendiges Gemeinschaftsleben gibt, gibt es weniger einsame“, so der 76-jährige ehemalige Staatsminister. Die ehrenamtliche Tätigkeit führt Menschen zusammen, fördert kulturelle, soziale und politische Interessen und Bedürfnisse der Gesellschaft. Aufgrund der demografischen Entwicklung werde die Zukunft verstärkt durch das „Miteinander der Generationen“ geprägt sein, glaubt Zehetmair. Doch nur, wenn sich die Bürger weiterhin freiwillig engagieren, werden die Herausforderungen zu meistern sein. Deshalb müsse die Anerkennungskultur insbesondere für ehrenamtliches Engagement noch stärker ausgebaut werden. Es reiche nicht, dass die für das Gemeinwohl ehrenamtlich tätigen Menschen auf Festen lobend erwähnt werden, es müssen auch die Rahmenbedingungen verbessert werden. „Wo es lebendiges Gemeinschaftsleben gibt, gibt es weniger einsame“, so der 76-jährige ehemalige Staatsminister.

Dieter Metzler 

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