Zufallsbegegnung bei Griechenland-Törn beschert dem TV Emmering spannenden Vortrag eines Einhandweltumseglers

Walter Vaupel, ein Alt-Buchenauer, coacht und organisiert manche Dinge für die Segelabteilung des TV Emmering 1898 e.V. Jetzt lädt er Sportbegeisterte zu einem Vortrag des Einhandweltumseglers Dieter Marx ein. Foto: Günter Schäftlein

Walter Vaupel, 68, Mitglied der Segelabteilung des TVE, lädt Sportbegeisterte zu einem Ereignis der besonderen Art am Freitag, 3. Febr., 19.30 Uhr, im Bürgerhaus Emmering ein: Der Einhandweltumsegler Dieter Marx, zuhause im nordbadischen Brombach, wird von seinem fast 3-jährigen Segelabenteuer über die Weltmeere berichten: Über 38.390 zurückgelegte Seemeilen.

Dafür erhielt der Einhandsegler in Cuxhaven den Weltumseglerpreis und die Trans-Ocean-Medaille. Zustandegekommen war diese Lichtbilder-Vortragsvereinbarung über ein zufälliges Treffen von TVE-Mitglied Klaus Schirmer mit Dieter Marx bei einem Griechenlandtörn. Walter Vaupel, Organisator bei den TVE-Seglern und Skipper ohne eigenes Boot, weiß die Risiken, die „Gefühle, Härte, Einsamkeit …“ eines derart langen Törns über 1064 Tage (Sept. 2006 bis Aug. 2009) abzuschätzen. Aus der leidvollen eigenen Erfahrung in der Karibik kennt er auch die manchmal unvermeidlichen Behördenquerelen - und unfreiwilligen Zahlungen: „Je kleiner das Land, umso größer der Papier- und Stempelkram …“ Marx segelte mit seiner „Lena Ly“, einer SWAN 40 S, ab Südfrankreich durch das Mittelmeer, über den Atlantik und durch den Panamakanal nach Peru und zu den Gallapagos, weiter durch die Südsee zu den Fidschis, Neukaledonien und Australiens Ostküste entlang bis in den Indischen Ozean. Ein fürchterlicher Orkan zeigt die Grenzen des seglerischen Könnens auf. Der Einhandsegler überlegt den Abbruch des Unternehmens: „Wenn wir dies überleben, fliege ich vom nächsten Flughafen sofort nach Hause!“ Mit „wir“ meinte er sich und das Boot „Lena Ly“. Sie entkommen dem Inferno und werden später wie alle Ankömmlinge von der New Yorker Freiheitsstatue begrüßt. Als Resümee bleibt, den Erdball von der Wasserseite erlebt zu haben … „die entlegensten Plätze der Welt … fremde Kulturen … und zu guten Freunden, manchmal in der Südsee wirklich nur mit dem Boot zu erreichen.“ Walter Vaupel: „Ein Gesprächsstoff in Hülle und Fülle.“

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