Zukunft des Schulbusses von der Buchenau zur Schule Nord ist ungewiss

Aufregung um Schulbus

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Vom Ausstieg Puchermühlstraße sind es zur Schule Nord noch knapp 500 Meter

Fürstenfeldbruck – Die Entscheidung, ob der Schulbus, der die Kinder von der alten Buchenau zur Schule Nord bringt, bleibt oder die Schü- ler nach den Faschingsferien mit dem ÖPNV fahren müssen, soll am 5. Februar fallen. Für die betroffenen Eltern stellen die in Betracht kommenden Linien 820 und 840 jedoch keine ernsthafte Alternative dar.

Es rumort in der alten Buchenau, denn der Schulbus zur Schule Nord soll abgeschafft werden. Das Thema beschäftigt seit Jahren Eltern, Schulleitung und Verwaltung gleichermaßen. Seither wird viel diskutiert und noch mehr gestritten. Mehrmals hatten in der Vergangenheit Eltern und Kinder für den Erhalt des Schulbusses protestiert. Im März 2016 wurde dann ein Kompromiss gefunden: Der Stadtrat entschied, dass bis zur Einführung der neuen Linie 820 im Dezember 2017 alles beim Alten bleibt. Danach sollten die Kleinen den aus Seefeld/Hechendorf kommenden Bus bis zur Haltestelle Puchermühlstraße nehmen und den restlichen Weg zu Fuß zurücklegen. Alternativ könne auch der 840er bis zum Abenteuerspielplatz genutzt werden hieß es vonseiten der Verwaltung. Eine im letzten Dezember eigens organisierte Probefahrt mit der neuen 820er Linie, an der neben den Eltern und Kindern auch Vertreter der Verwaltung sowie die Konrektorin der Schule Ricarda Kicherer teilnehmen sollten, ging jedoch mächtig schief. Eltern berichteten von zum Teil chaotischen Szenen. So fuhr der Busfahrer am Haltepunkt Kastanienweg an den Wartenden einfach vorbei. Zudem sei der Bus so voll gewesen, dass ohnehin niemand mehr hätte einsteigen können.

Schulbus-Dienst vorerst bis zu den Faschingsferien

Viele der vor allem aus Grafrath und Schöngeising kommenden Fahrgäste steigen erst am S-Bahnhof Buchenau-Süd aus. Im Rathaus hieß es daraufhin, dass dies ein Ausnahmefall gewesen wäre. Nichtsdestotrotz beschloss man, den Schulbus-Dienst vorerst bis zu den Faschingsferien aufrechtzuerhalten. Bis dahin wolle man sowohl die Fahrgastzahlen als auch die Pünktlichkeit hinsichtlich der Abfahrtszeiten beobachten. Eine Entscheidung soll am 5. Februar durch OB Erich Raff (CSU) getroffen werden. Aus Sicht vieler Eltern ist dies allerdings reine Augenwischerei. „Der neue Landkreisbus 820 ist jeden Morgen heillos überfüllt und zehn Minuten zu spät. Stiegen vor Weihnachten noch circa 40 Personen an der Haltestelle Buchenau-Süd aus, so sind es mittlerweile an die 60“, weiß Elisabeth Striewe, Mutter dreier Kinder, zu berichten.

840er stellt für Eltern keine Alternative dar

„Und was ist, wenn ein Kind im Gedränge nicht rechtzeitig aus dem Bus kommt und eine Haltestelle weiter fahren muss“, fragt Vivien Vogt, eine ebenfalls betroffene Mama. Gerade für die Jüngsten wäre das sehr problematisch. „Ein Kind, das nicht Lesen und Schreiben kann ist mit so einer Situation heillos überfordert.“ Auch den restlichen Weg von der Ausstiegsstelle Puchermühlstraße bis zur Schule sehen die Eltern kritisch, da bisher weder Schü- lerlotsen noch Schulweghelfer zur Verfügung gestellt wurden. „Stellen Sie sich mal ein bis zwei Schulklassen von Grundschülern an der Puchermühlstraße wartend vor – ohne Aufsicht.“ Auch Striewe fragt sich, wie das ohne Schülerlotsen funktionieren soll, zumal die Ampelschaltung an der Kreuzung viel zu kurz und es so nicht möglich sei, möglichst in einer Gruppe geordnet zur Schule zu gelangen. Auch der ins Spiel gebrachte 840er stellt für die meisten Eltern keine wirkliche Alternative dar. „Sind Sie um diese Uhrzeit schon mal mit dem 840er gefahren“, fragt Vogt. „Wie wollen Sie da noch 40 oder mehr Kinder hineinbekommen?“ Die Eltern plädieren stattdessen für eine Beibehaltung des Schulbusses bis zu einer möglichen Änderung des Schulsprengels, wenn die geplante neue Schule im Westen gebaut ist. Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, war am Dienstagabend (nach Redaktionsschluss) eine Demo im Rathausinnenhof geplant. 

Peter Fischer

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