Förster mit Hund machen grausigen Fund

Affengliedmaßen im Wald bei Grafrath gefunden

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Die gefundenen Gliedmaßen könnten von der Affenart Bonobo stammen.

Grafrath - Einen seltsamen Fund machten am 19. Mai zwei Förster in einem Waldstück bei Mauern/Grafrath. In einem Waldstück fanden die beiden zunächst eine Affenhand sowie einen Fuß. 

Wie die Polizei berichtet verschwand der Jagdhund der beiden plötzlich im Dickicht und kam kurze Zeit später mit einer Affenhand im Maul wieder zurück. Die Affenhand wurde offensichtlich sauber abgetrennt und könnte von einem Schimpansen oder Bonobo stammen. 

Danach Fuß gefunden

Auf Bitten der herbeigerufenen Polizei ließen die Förster ihren Hund nochmals im Dickicht stöbern und dieses Mal fand er Hund einen ebenfalls abgetrennten Affenfuß. Anscheinend lagen die beiden Gliedmaßen erst recht kurz im Wald. "Der Fund einer Affenhand in unseren Breitengraden ist schon sehr ungewöhnlich", bestätigt auch Polizei-Vize in Fürstenfeldbruck Michael Fischer.

An Brucker Veterinäramt übergeben

Die Gliedmaßen übergab die Polizei an das Brucker Veterinäramt, die diese wiederum an das Landesamt für Lebensmittelsicherheit weiterleiteten. Hier soll in der Pathologie zunächst bestimmt werden, zu welcher Tierart die beiden Leichenteile gehören. Die Ergebnisse stehen noch aus. 

Hintergrund ist völlig offen

Völlig rätselhaft sind bislang die Hintergründe des seltsamen Fundes, der hinreichend Grund zu Spekulationen – von Schwarzmarkt und Schmugglerware bis hin zum Mitbringsel vom letzten Afrika-Urlaub – gibt. Sicher ist dagegen, dass die Gliedmaßen noch nicht lange im Wald gelegen haben können, sonst hätten die Wildschweine sie bereits geholt, wie Fischer auf Nachfrage bei den Förstern erfuhr. 

Für die Polizei stellt sich der Fall derzeit als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar, wobei zunächst die Ergebnisse der Obduktion abgewartet werden sollen. Möglich ist auch, dass die Gliedmaßen gefroren gewesen sein, könnten, doch auch das ist nicht bestätigt.

Darf man in Deutschland einen Affen als Haustier halten?

Um einen Affen als Haustier in Deutschland zu halten, benötigt der Halter eine Ausnahmegenehmigung des Landratsamtes, das auch eine Liste über die Besitzer exotischer Arten besitzt. So eine Genehmigung sei jedoch laut Fischer nur unter Vorlage von triftigen Gründen wie zu Forschungszwecken oder als Nachlass aus einer Erbschaft möglich.

Da allerdings bislang nicht ausgeschlossen werden kann, bittet die Polizei in Fürstenfeldbruck um Zeugenhinweise.

red

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