Volleyball, Kinder und Beruf – alles kein Problem für zwei Estinger Zwillingsschwestern

Mamma mia! Zwillingsmütter bringen alles unter einen Hut

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Die Volleyball-Zwillings-Mütter des SV Esting (v. li.) Margot Benicke und Petra Hecht, die es schaffen, Leistungssport, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen

Esting/Olching  – Es ist nicht einfach Familie, Beruf und Leistungssport unter einen Hut zu bringen. Wie das aber dennoch funktioniert, dass zeigen die Zwillinge, Petra Hecht und Margot Benicke, die beide beim Regionalliga-Tabellenführer SV Esting Volleyball spielen, und das auch noch sehr erfolgreich. Jede Woche, jeder Tag gehört einfach streng durchorganisiert, dann sei alles kein Problem, so die beiden 35-jährigen Mütter von jeweils zwei Kleinkindern. Dass dazu natürlich zwei Ehemänner gehören, die die sportliche Leidenschaft ihrer Frauen unterstützen, ist nicht selbstverständlich, aber ohne sie könnten Petra und Margot ihre Volleyballschuhe an den Nagel hängen.

 „Wenn wir nicht von unseren Männern diese Unterstützung erhalten würden, könnten wir keinesfalls den Sport weiter auf diesem hohen Niveau betreiben“, lautet die einmütige Antwort der beiden Regionalliga-Spielerinnen. „Mein Mann spielt selbst kein Volleyball“, erzählt die 1,84 Meter große Margot Benicke, deren Kinder in die Kinderkrippe bzw. den Kindergarten gehen, während die Bankerin ihrem Beruf nachgeht. Ab dem frühen Nachmittag verbringen die Kinder dann die Zeit mit ihrer Mama, die, nachdem die Kinder dann zu Bett gebracht sind, dreimal in der Woche ins Training abdüst. „Das verlangt viel Disziplin, das stimmt schon“, gesteht die auf der Annahme außen spielende Volleyballerin ein. „Wenn ich an den Spieltagen unterwegs bin, betreut mein Mann die Kinder. In Esting sind sie meistens in der Halle dabei.“ Alles unter einen Hut zu bekommen mit zwei Kindern sei oftmals eine ziemliche Herausforderung, sagt Petra Hecht. „Das klappt nur, wenn alles läuft, wie geplant“, so die Phonetik-Ingenieurin, die mit 1,83 Meter einen Zentimeter kleiner ist, als ihre Zwillingsschwester. Erkrankt mal ein Kind, oder kommt der Mann wegen eines beruflichen Termins mal später heim, dann passiert es schon mal, dass sie später ins Training kommt oder es gar ausfallen lassen muss. „In Ausnahmefällen habe ich die Kinder auch schon mal mitgenommen.“ 

Derzeit befindet sich Petra noch in Elternzeit, doch ab Februar wird sie wieder in den Beruf zumindest in Teilzeit einsteigen. Ihr Mann Christoph teilt die sportliche Leidenschaft, denn er war selbst bis vor ein paar Jahren aktiver Volleyballer. „Außerdem sind wir beide noch Volleyball-Schiedsrichter.“ Die Volleyball-Karriere verbrachten die beiden Zwillinge teilweise gemeinsam in den gleichen Vereinen, aber sie gingen auch getrennte Wege. Beide begannen einst beim TuS Fürstenfeldbruck. Dann ging Margot zum Regionalligisten nach Puchheim, Petra zum Regionalligisten nach Esting. Über den VC Buchhof Kempfenhausen, Dachau (beide 2. Liga) Inning (erst Bayern-, dann Regionalliga), Planegg, nochmals Inning landete Margot Benicke wieder beim SV Esting. „Wir können durchmarschieren, wenn wir es schaffen, weiterhin immer wieder Bestleistungen abzurufen“, hofft Margot auf den Aufstieg in die 3. Liga. Nach Esting wechselte Petra Hecht später zu Bayern Lohhof, SV Lohhof, Planegg, SV Inning bevor sie vor drei Jahren wieder zum SV Esting zurückkehrte. „Für mich waren sowohl der gute Vereinszusammenhalt und die Stimmung, als auch die kurze Anfahrt zum Training, wir wohnen in Gernlinden, ausschlaggebend für die Rückkehr nach Esting. Ob wir den Durchmarsch schaffen, hängt sicherlich auch davon ab, ob wir weiterhin so engagiert und konzentriert zur Sache gehen, sowohl im Training als auch an den Spieltagen.“ 

Dieter Metzler

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