Zwischenstandsberichte zu den Umbauten diverser Projekte

Generalsanierung

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Die Wittelsbacher-Mittelschule befindet sich mitten im Umbau.

Bereits in den Jahren 2016 und 2017 stimmte der Germeringer Stadtrat diversen Großbauprojekten zu: der Erweiterung und Generalsanierung der Mittelschule an der Wittelsbacher Straße sowie der Theresen Grundschule und des Kinderhauses Abenteuerland. In der Sitzung des Stadtrates vom 8. Mai wurde nun in Projektberichten der aktuelle Stand der Sanierungen dargestellt.

Germering - Oberbürgermeister Andreas Haas leitet die Berichterstattung des dritten Projektberichts mit den Worten ein. „Wir haben eine Kostensteigerung festgestellt“. Dies liege vor allem an der schwierigen Situation der Baubranche. Ausschreibungen seien mehrfach erfolgt, da alte aufgehoben werden mussten, wenn keine oder überteuerte Angebote erfolgten. Bereits im September 2016 erfolgte die Zustimmung zum Umbau der beiden Schulen, der in zwei Bauabschnitten erfolgen soll, sodass eine komplette Fertigstellung für den Herbst 2022 geplant ist. Die Projektkosten lagen zum damaligen Zeitpunkt bei 33.216.000 Euro. Diese Gesamtkosten beinhalten alle Nebenkosten sowie Kostenpuffer für Unvorhergesehenes wie Preissteigerungen oder ähnliches. 

Mehrkosten durch Erdarbeiten

Die Mehrkosten des Baus an der Wittelsbacher-Mittelschule und der Theresen-Grundschule lagen laut Stadtbaumeister Jürgen Thum im November 2017 bei über 600.000 Euro. Die Kostenmehrung dieser Projekte lag in den vergangenen Monaten bei 807.711,37 Euro, was einer prozentualen Steigerung von 11,3 Prozent entspricht. Der größ-te Faktor seien hierbei die Erdarbeiten gewesen bei denen es bei der Ausführung zu nicht vorhersehbaren Verunreinigungen durch Schutt, alte Rohre, alte Betonteile und Fremdstoffe kam. „Insgesamt sind dies zum jetzigen Zeitpunkt Mehrkosten in Höhe von 1.343.261,18 Euro. Das entspricht vier Prozent der Gesamtkosten des Projekts und damit sind 36 Prozent der notwendigen Bauleistungen des ersten Bauabschnittes ausgeschrieben“, erklärt Thum weiter. Stadträtin Eike Höppner (SPD) strebt eine weitere Begehung der Baustelle an, um sich vor Ort ein Bild machen zu können. Diesem stimmt der OB zu, dies seit bereits in Planung. Abschließend ist positiv hervorzuheben, dass sich der Zeitplan trotz der schwierigen Situation am Bau im Rahmen befände. 

Kinderhaus Abenteuerland: Baubeginn Mitte Juli

Auch das Kinderhaus Abenteuerland in der Kriemhildenstraße 1 schreitet weiter voran. Stadtbaumeister Thum beschrieb es als ein Projekt mit weniger Bauvolumen und erklärte zum heutigen Stand der Baustelle, dass der Einbau der Heizungsanlage bereits erfolgt sei, wenn diese auch 5.000 Euro teurer war als zunächst geplant war, da letztlich eine Anlage mit einer erhöhten Heizleistung eingebaut werden musste. Die Projektsumme betrage hier 2.675.000 Euro. Weitere Schritte werden der Umbau der Küche sowie die Errichtung des Anbaus sein – der angestrebte Baubeginn ist für Mitte Juli geplant. Für die Gesamtmaßnahmen der Erweiterung und Sanierung wurde ein Förderantrag bei der Regierung von Oberbayern gestellt. Ein bereits in 2017 genehmigter Antrag der Förderstelle stellt eine Kostenübernahme von rund 60 Prozent der Sanierung der Heizzentrale in Aussicht. Es wurde ebenso ein Antrag auf denkmalschutzrechtliche Aufgrabung gestellt, da sich die Grundstücke im Bereich möglicher Bodendenkmäler befinden. Kosten für Oberbodenabtragungen seien in den Projektkosten bereits eingeplant, die Kosten für die Sicherung etwaiger Bodendenkmalfunde wurden bisher nicht berücksichtigt. 

Claudia Becker

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