Auszeichnung für Pfronten

Botschafter für die Allgäuer Alpen

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Sieghard Preis (v.l.) von den Europäischen Wanderdörfer übergibt die Zertifizierungsurkunden an die Gastgeber Peter Heck (Chalet Edelweiß), Peter Babel (Hotel Berghof), Yasmin Biedermann und Marielle Plößl (Wildgrün Allgäu Lodge), Gerhard Heuser (Ferienhaus Heuser) sowie an Pfrontens Tourismusdirektor Jan Schubert.

Pfronten – Als erste deutsche Wanderdestination wurde die Gemeinde Pfronten auf der „TourNatur” in Düsseldorf als „Zertifiziertes Europäisches Wanderdorf” ausgezeichnet.

Das gibt jetzt Pfronten Tourismus bekannt. Die 13-Orte-Gemeinde gehört nun offiziell zu den Wanderspezialisten der Vereinigung „Europas Wanderdörfer“. Mit seiner Zertifizierung als „Europäisches Wanderdorf“ ist Pfronten nach eigenen Angaben eines von bislang sechs Mitgliedsdörfern, die sich der Qualitätssicherung des Wanderns in Europa verschrieben haben.

Mit der offiziellen Auszeichnung als „Europäisches Wanderdorf“ hat Pfronten im Allgäu den Bewerbungsprozess der Marke erfolgreich absolviert. „Wir sind stolz auf die Pfrontener Gemeinschaftsleistung zur Erreichung der Zertifizierung als Europäisches Wanderdorf“, freut sich Jan Schubert, Tourismusdirektor Pfronten. „Gemeinsam mit einem wanderaffinen Leistungspartnernetzwerk haben wir in den vergangenen Monaten diesen ersten Meilenstein zur Umsetzung des neuen Tourismusleitbilds Pfronten 2017+ verwirklicht. Die Zertifizierung ist für Pfronten der Auftakt für die zukünftige Entwicklung des örtlichen Wandertourismus.” 

Bei der kommenden Vermieterversammlung im Dezember 2017 werde Pfronten Tourismus die weiteren Schritte, um Pfronten für Aktivurlauber attraktiver zu machen, als Schwerpunkt setzen, so Schubert. 

Daneben wurden auf der Messe „TourNatur” auch vier Gastgeber mit dem Europäischen Wandergütesiegel prämiert: Die Wildgrün Allgäu Lodge, das Ferienhaus Heuser, das Hotel Berghof sowie das Chalet Edelweiß dürfen seit ihrer Ernennung das Prädikat „zertifizierte Europäische Wandergastgeber“ führen und bieten speziell für Wanderer abgestimmte Übernachtungsangebote an. 

Alle Gastgeber sind laut Pfronten Tourismus ausgebildete Wanderführer. Innerhalb der „Europäischen Wanderdörfer“ fungiert jedes Mitglied als Botschafter seiner Region. Pfronten repräsentiert dabei die Mythoslandschaft Allgäuer Alpen und das Landschaftsbild der Region Schlosspark Allgäu. Als Heimat und Wiege vieler Mythen ist Pfronten von Legenden wie etwa der Sage um den „Venedigerkönig am Aggenstein“ oder den „saligen Fräulein im Weissensee“ geprägt. 

Auf drei neu entwickelten Wanderwegen können Besucher nicht nur die facettenreiche Landschaft erleben, sondern die Geschichten und Sagen werden auch erlebbar. So führt die Tour „Drachenblick“ auf die Burgruinen Hohenfreyberg und Eisenberg. Die 14 Kilometer lange Route verläuft mit einer geringen Höhendifferenz durch die Voralpenlandschaft und bietet von den Zwillingsruinen einen schönen Blick über das Pfrontener Tal, die beiden „Wächterdrachen“ und die Gipfel der Allgäuer Alpen. 

Der „Königstraum“, eine mittelschwere Gebirgswanderung (18 Kilometer, 760 Höhenmeter) führt hinauf zur Ruine Falkenstein, der höchst gelegenen Burganlage Deutschlands. Hier plante der Märchenkönig Ludwig II seine letzte Ruhestätte zu errichten. Noch prächtiger als Schloss Neuschwanstein sollte diese werden. Die anspruchsvollste Wanderung ist der „Sagengipfel“, der Wanderer in die Gipfelwelt der Venediger eintauchen lässt. Diese Wanderung verläuft durch eine Klamm und ein weites Hochplateau und hält so manches Naturwunder bereit.

kb

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