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Nistkästen im Füssener Wald sorgen für Leben

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Nistkästen bei Füssen
Fledermausberater Fritz Ebelt und Nina Oestreich von der Bergwaldoffensive bei der Nistkastenkontrolle und Dokumentation. © CoNi Social-Media

Füssen – Sieben Jahre nach dem Beginn des Fledermaus- und Vogelmonitorings im Stadtwald Füssen, konnten Nina Oestreich von der Bergwaldoffensive (BWO) am Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kaufbeuren und der Fledermausberater Fritz Ebelt auch dieses Jahr ein reges Treiben in den 25 Nistkästen feststellen.

Neben zahlreichen Brutstätten von Kleiber und Meisen, die bereits verlassen bzw. aufgegeben wurden, konnten einige Fledermausbesuche nachgewiesen werden. Wasser- und Zwergfledermäuse nutzen die Kästen gerne als Schlafstätte. Besonders erfreute es das Kontrollteam, wieder einen Kleinabendsegler anzutreffen.

Zum dritten Male im selben Fledermauskasten scheint ihm das Quartier zu gefallen. „Vermutlich handelt es sich um ein Männchen, da die Weibchen um diese Jahreszeit überwiegend in Wochenstuben versammelt sind, wo sie ihre Jungen bekommen und großziehen“, erklärt Fritz Ebelt und ergänzt „Um das Tier genauer zu untersuchen hätte ich außerdem dickere Handschuhe tragen müssen, da ein Biss nicht nur schmerzt, sondern so auch Krankheiten übertragen werden können. Ihre Hinterlassenschaften hingegen sind völlig unbedenklich“.

Einfach Fledermausnistkästen öffnen oder die Tiere gar fangen darf man jedoch nicht. Fledermäuse sind streng geschützt und das gilt auch für ihre Quartiere. Zum Kontrollieren der Kästen bedarf es daher einer Genehmigung der Naturschutzbehörde, die Fritz Ebelt mit seiner Ausbildung zum Fledermausberater besitzt.

Wichtige Ratgeber

Aber was, wenn man eine kleine oder verletzte Fledermaus findet? In solch einem Fall sollte man schnellstmöglich einen Fledermausexperten kontaktieren und die Erstversorgung des Tieres sicher stellen. Ansprechpartner und genauere Anweisungen gibt es auf der Internetseite des Landesbund es für Vogelschutz Schwaben unter www.schwaben.lbv.de/tierische-notfälle/fledermäuse/ oder im „Informationsblatt Fledermausschutz“ des Landratsamtes Ostallgäu.

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